Full text: Programm des Königlich Württembergischen Polytechnikums zu Stuttgart für das Jahr 1882 auf 1883 (1882)

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Eisenbahnbau. 
Im Sommer 4 Stunden Yortrag: Professor Lais sie. 
a. Einleitung. Zweck der Eisenbahnen, deren geschicht 
liche Entwicklung, Vergleich mit Land- und Wasserstrassen. 
Verschiedene Eisenbahnsysteme, Spurweite, Locomotivbahnen 
insbesondere, Modus der Ausführung (Regie, Accord etc.). 
b. Wegübergänge und Barrieren. Correction der zu 
überfahrenden Wege, Parallelwege, Fahrbahn und Abschluss der 
Niveauübergänge, Überfahrten und Unterführungen, Einfriedig 
ungen der Bahn etc. 
c. Ausweichungen. Weichen und Herzstücke, Drehkreu 
zungen, englische Weichen, Berechnung der Weichengeleise, 
Weichenstrassen, Ausführung derselben. 
d. Drehscheiben und Schiebebühnen.- Konstruktion 
der Drehscheiben für Wagen und Locomotiven, Schiebebühnen 
mit versenktem und nicht versenktem Geleise, Dampfschiebe 
bühnen. 
e. Bahnhöfe. Einleitung. Art und Zusammensetzung 
der Bahnzüge, Personen- und Güterbeförderung, Locomotivdienst, 
Wasserversorgung der Züge. — Allgemeine Anordnung der Sta 
tionen , Haltstellen, Zwischenstationen, Hauptstationen. Tren 
nungsbahnhöfe, Kopfstationen. Nebeneinrichtungen auf den 
Bahnhöfen (Rampen etc.). 
f. Signalwesen. Zweck der Signale, Handsignale, fest 
stehende Signale, Signale mit Verwendung elektromagnetischer 
Kraft (Glockensignale, Blocksignale etc.), Telegraph, Verbindung 
der Signalvorrichtungen mit den Weichenstellapparaten auf Bahn 
höfen. 
Wasserbau. 
Im Winter 5 Stunden Yortrag: Professor Lais sie. 
a. Quellen und Brunnen. Allgemeines, Cisternen, Quell 
fassungen, Ausführung von Brunnen. 
b. Wasserleitungen. Verschiedene Arten von Leitungen, 
Reinigung des Wassers, Konstruktion der Röhrenleitungen, Re 
servoirs und Nebenanlagen, Wasserstationen auf Bahnhöfen, Be 
rechnung der Röhrenleitungen. 
c. Entwässerung und Bewässerung. Entwässerung 
von Ländereien und Städten, Drainirung, Kolmation. Wiesen 
bewässerung, Bewässerungsschleusen. 
d. Strombau. Wasserstände und Wassermessung, Ufer 
bauten, Quaimauern, Stromregulirungen, Parallelwerke und 
Durchstiche, Pflanzungen etc. 
e. Stauanlagen. Steinerne, hölzerne Wehre, Freirechen, 
Flösserei-Einrichtungen, Schifffahrtswehre (Fallen- und Nadel 
wehre). 
f. Schleusen und Schifffahrtsanlagen. Konstruktion 
der Schleusen und Schleusenthore, Kanäle, deren Querprofile, 
Wasserversorgung, Nebenanlagen, Flusshäfen. 
Übungen im Strassen-, Eisenbahn- und Wasserbau. 
10 Stunden: Professor L a i s s 1 e. 
Die Zulassung zu den Übungen ist durch vorhergegangenen 
erfolgreichen Besuch der technischen Mechanik mit Übungen 
sowie des Wintervortrags über Strassen- und Eisenbahnbau be 
ziehungsweise Wasserbau bedingt. 
Maschinenbau für Ingenieure 
s. unter »Maschinenfach«. 
Über Wasserversorgung. 
3 Stunden, publice: Privatdocent Ingenieur Lueger. 
1) Empirische und theoretische Vorbegriffe. 2) Ursache, 
Menge und Vertheilung der atmosphärischen Niederschläge. 3) An 
lagen zur Wassergewinnung. 4) Zuleitung des Wassers zum 
Versorgungsgebiete. 5) Wasservertheilung im Versorgungsgebiete. 
6) Einzelbestandtheile der Wasserleitungen. 7) Kostenberech 
nungen. 8) Verfassung von Bauprojekten. 9) Bauausführungen. 
10) Betrieb von Wasserversorgungen.
	        

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