Full text: Programm des Königlich Württembergischen Polytechnikums zu Stuttgart für das Jahr 1882 auf 1883 (1882)

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licher Anlagen und Details der betreffenden Periode, mit Ver 
arbeitung des auf den Excursionen gewonnenen baugeschicht 
lichen Materials. 
Entwerfen I. 
6 Stunden: Professor Oberbaurath v. T r i t s c h 1 e r. 
Anfertigung kleinerer, zunächst für Anfänger berechneter 
Entwürfe von Wohngebäuden, Landhäusern, landwirthschaft- 
lichen Gebäuden. Bahnhöfe und Stationen, Wirthshäuser, klei 
nere Monumente. Schul- und Rathhäuser, Kaufhäuser. Für vor 
gerücktere Studirende grössere Entwürfe ähnlicher Anlagen, je 
nach einem für jeden Studirenden besonders berechneten Pro 
gramm. 
Entwerfen II. 
12 Stunden: Oberbaurath Dr. v. Leins. 
Grössere Aufgaben nach gegebenen Programmen. 
Konstruktionen aus dem Gebiete der mittelalterlichen 
Baukunst. 
2 Stunden Vortrag und 4 Stunden Übungen : Professor Eiess. 
Entstehung, Entwicklung und Konstruktion der mittelalter 
lichen Bauformen, mit besonderer Berücksichtigung der gothi- 
schen: der Profile, der Fenster und Portale, der Strebepfeiler, 
Fialen u. s. f. Die mittelalterlichen Gewölbsysteme; Grundriss- 
Entwicklung und Aufbau der Kirchen. 
Übungen im Entwerfen einzelner Details sowohl, als auch 
vollständiger Bauten. 
7. Zeichnen und Modelliren, 
Freihandzeichnen. 
Tm Winter 16 Stunden, im Sommer 16 Stunden mit Excursionen: 
Professor v. Kurtz. 
Figurenzeichnen nach Gyps, Landschaftszeichnen nach Vor 
lagen und nach der Natur, in Umriss und schattirt, mit Kreide, 
Blei, Feder, Tusch und mit Farben ausgeführt. 
Für solche Studirende, die den Zeichenunterricht in ausge 
dehnterer Weise besuchen, oder solche, die sich der Kunst 
industrie widmen wollen, sind weitere Stunden in Aussicht ge 
nommen. 
Ornamentenzeichnen und Modelliren. 
In 3 Abtheilungen zu je 6—8 Stunden: Professor Ko pp. 
Zeichnen. Nach Gypsmodellen und nach der Natur. Auf 
nahmen auf Excursionen. Entwerfen von Ornamenten. Ana 
tomie des Menschen mit den erforderlichen Erläuterungen. 
Modelliren. 
1) Verzierungen, Füllungen, Blumen und Früchte. 
2) Thierköpfe, Thiere, Consolen, Kapitale. 
3) Nach eigenen und fremden Entwürfen. 
4) Abformen von Modellen zu Hause und auf Excursionen. 
5) Von Körpertheilen: Hände, Füsse, Köpfe. 
6) Ganze Figuren. 
Je nach Bedürfniss oder Grösse des Modells werden die 
Gegenstände in Thon, Wachs oder Gyps ausgeführt. 
Landschaftliches Zeichnen und Aquarellmalen. 
3 Stunden, im Sommer mit Excursionen, privatim: Professor Conz. 
Architekturmalen. 
3 Stunden, im Sommer mit Excursionen, privatim: E. Stieler. 
Die speziellen Zeichenfächer für Architekten, 
Ingenieure und Maschinenbauer 
s. unter Ziffer 4, 5 und 6. 
Sämmtliche iZeichensäle, sowie der Modellirsaal, sind den 
betreffenden Studirenden den ganzen Tag über geöffnet.
	        

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