Full text: Programm des Königlich Württembergischen Polytechnikums zu Stuttgart für das Jahr 1887 auf 1888 (1887)

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B. Dynamik, 
Geradlinige und krummlinige Bewegung eines materiellen 
Punktes. Bewegung materieller Systeme. Relative Bewegung. 
Theorie des Stosses. 
G. Hydraulik. 
Hydrostatische Grundgleichungen. Niveauflächen. Wasser 
druck gegen ebene und krumme Flächen. Auftrieb. Stabilität 
schwimmender Körper. 
Hydrodynamische Grundgleichungen. Ausfluss des Wassers. 
Wehre. Schleusen. Bewegung des Wassers in Röhren, regel 
mässigen Kanälen und Flüssen. Stoss des Wassers. 
Der Vortrag über »A. Statik« wird im Wintersemester erledigt. 
Plan- und Terrainzeichnen. 
Im Winter 4 Stunden: Professor Hammer, mit Assistenz von Wallersteiner. 
Massstäbe. Kopiren von Plänen im Originalmassstab und 
in reducirten Massstäben .mit Benützung des Pantograpben und 
anderer Hilfsmittel in schwarzer und farbiger Manier. Aufträgen 
von Plänen nach Handrissen. Höhenkurven in Plänen. Kon 
struktion von Höhenkurven in kotirten Plänen. Topographische 
Karten mit Höhenkurven. 
Für Einzelne auf Wunsch: die verschiedenen Methoden der 
Terraindarstellung in topographischen Karten. 
Praktische Geometrie. 
Vortrag I. (für sämmtliche Fachschulen). 
Im Winter 3 Vortrags- und 6 Demonstrationsstunden: 
Professor Hammer. 
1. Horizontalmessungen. Instrumente zum Errichten 
und Fällen von Senkrechten. Instrumente zum Längenmessen. 
Aufnahme und Theilung von Figuren. Flächenberechnung aus 
Originalmassen und aus Plänen. Planimeter. Messtisch. Theo 
dolit. Messen von Horizontalwinkeln. Axaussteckungen. Sta- 
tionirung. Kleintriangulirung. Anschluss an eine Landesver 
messung. 
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2. Höhenmessungen. Messen von Höhenwinkeln. Ni- 
vellirinstrument. Aufnahme von Längen- und Querprofilen. 
Die Demonstrationen, von welchen an jeden Theilnehmer im 
Laufe des Wintersemesters 12—15 kommen, bilden die Vor 
bereitung auf die Übungen im Sommer. 
Vortrag II. (zunächst für Bau-Ingenieure). 
Im Sommer 4 Stunden: Professor Hammer. 
Voraussetzung: Polygonometrie und sphärische Trigonometrie. 
1. Horizontalmessungen. Specielle Behandlung des 
Theodolits. Einfluss der Axenfehler auf die Horizontalwinkel. 
Stationirung, Triangulirung mit Ausgleichung der Anschluss- 
fehler. Die Aufgaben von Pothenot und Hansen. Axaussteek- 
ungen, Kreisbögen, Übergangskurven. Bussole. Fadendistanz 
messer am Theodolit und Messtisch. 
2. Höhenmessungen. Messung der Höhenwinkel mit 
Höhenkreis und Mikrometerschraube. Einfluss der Axenfehler 
des Theodolits auf die Höhenwinkel. Trigonometrische Höhen- 
bestimmung mit Berücksichtigung der Erdkrümmung und der 
Refraktion. Höhenmessung mit Quecksilberbarometer und Ane- 
roiden. Tachymetrische Höhenbestimmung. Umfassende Flächen 
nivellements. Konstruktion von Höhenkurvenkarten. 
3. Generelle Vorarbeiten zu Tracirungszwecken. 
Betrieb derselben. Flüchtige Aufnahmen auf Reisen. Elemente 
der Topographie. 
Übungen zur praktischen Geometrie. 
Im Sommer 16 Stunden: Professor Hammer, mit Assistenz von 
Wallersteiner. 
I. (für sämmtliche Fachschulen): je 1 Nachmittag für die 
Studirenden einer Fachschule. 
Bedingung der Zulassung: Vorausgegangener Besuch 
des Vortrags I. nebst Demonstrationen. Mit Rücksicht auf die 
graphischen Arbeiten wird ferner vorausgesetzt, dass der Unter 
richt im Planzeichnen mit Erfolg besucht wurde.
	        

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