Volltext : Programm der Königlich Württembergischen Technischen Hochschule in Stuttgart für das Studienjahr 1905-1906 (1905)

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Baukonstruktionen für Ingenieure.
Professor Oberbaurat Mörike mit Assistent Werner.
I. Kurs: im Sommer 2 Stunden Vortrag, im Winter 4 Stunden Übungen;
N. Kurs: im Winter 4 Stunden Vortrag, im Sommer 5 Stunden Übungen ;
II. Kurs: im Sommer 2 Stunden Vortrag, im Winter 4 Stunden Übungen.
Mauerwerk aus Stein, Beton und KEisenbeton. Gewölbe. Treppen
in Stein. Kamine. — Wände. Balkenlagen, Dachkonstruktionen in
Holz. Verbretterungen. — Dachrinnen, Dacheindeckungen. — Fenster
und Türen. Treppen in Holz. — Verputzarbeiten; Plattenböden und
Estriche. — Das Eisen als Stütze und Träger. Dachkonstruktionen in
Eisen. Das Eisen bei Wandkonstruktionen und Treppen.

Die Übungen I u. II erstrecken sich auf sämtliche Baukonstruktionen
mit Ausnahme der Konstruktionen in Eisen; die Übungen III umfassen
nur die letztgenannten. — Die Zulassung zu den Übungen ist durch
den erfolgreichen Besuch der zugehörigen Vorträge und der Vorträge
über Baumaterialienlehre, Techn. Mechanik mit Übungen und der Bauformenlehre
 mit Übungen bedingt.

Eisenbahnhochbau.
Professor Oberbaurat Mörike mit Assistent Werner,
Vortrag: im Winter 2 Stunden.
Übungen 1: im Sommer 4 Stunden.
II: im Winter 3 Stunden.

Ableitung der Grundrisse der Eisenbahnhochbauten aus den Anforderungen
 des Eisenbahndienstes. Grundsätze für die architektonische
Gestaltung und Konstruktion der Gebäude. In den Übungen Entwürfe.
‘ Die Übungen setzen. den erfolgreichen Besuch des „Vortrags“ und
der Baukonstruktionslehre I—III mit Übungen voraus.

Gründung der Bauwerke.
Im Sommer 2 Stunden: Professor Schwend.
Untersuchung des Baugrunds. Umschliessung und Aushub der
Baugrube. Ramm-, Bagger- und Schöpfmaschinen. Die verschiedenen
Gründungsarten.
Brückenbau I.
Im Winter ‚3, im Sommer 4 Stunden: Professor Schwend.
Einleitung: Stützmauern, Dohlen und Röhrendurchlässe.
Erster Abschnitt: Gewölbte Brücken aus Stein, Beton und
Beton mit KEiseneinlagen. Baumaterial, Berechnung und Architektur
derselben. Baugerüste und Ausführung.
Zweiter Abschnitt: Eiserne Balkenbrücken. Baumaterial,
Nietverbindungen. Konstruktion der Vollwand- und Fachwerksbrücken.
Pfeiler in Stein und Eisen.

Brückenbau IT einschliesslich Tunnelbau.
(Fortsetzung zu Brückenbau I.)

Im Winter 3 Stunden: Professor Schwend.

Dritter Abschnitt: Eiserne Bogen- und Hängebrücken.
Vierter Abschnitt: Hölzerne Brücken.
Fünfter Abschnitt: Bewegliche Brücken.
Sechster Abschnitt: Tunnelbau.

Brückenkonstruktionsübungen I.
Im Winter 6, im Sommer 7 Stunden: Professor Schwend mit Assistent Färber.
Entwerfen der im »Brückenbau I« behandelten Bauwerke.
Bedingung der Zulassung ist der vorhergehende erfolgreiche Besuch
der technischen Mechanik mit Übungen, sowie der Bauformenlehre mit
Übungen, worüber Zeugnisse vorzulegen sind; ferner der vorhergehende
oder mindestens gleichzeitige vollständige Besuch von »Brückenhbau Ic.

Brückenkonstruktionsübungen II.
Im Winter 8 Stunden: Professor Schwend mit Assistent Färber.

Entwerfen der im Brückenbauvortrag (I und II) behandelten Bauwerke.


Die Zulassungsbedingungen sind dieselben wie für die Brückenkonstruktionsübungen
 I.

Eisenbahnbau I.
4 Stunden: Professor Baurat Kübler.
a) Einleitung. Zweck und Geschichte der Eisenbahnen, Vergleich
 mit Land- und Wasserstrassen. Verschiedene Systeme. Lokomotivbahnen
 insbesondere.
b) Eisenbahn-Oberbau. Wechselbeziehung zu den Fahrzeugen,
Räderbelastung, Radstand der Lokomotiven und Wagen, Spurerweiterung
und Überhöhung in Krümmungen, Übergangsbogen. Oberbausysteme,
Schienen, Schienenbefestigungsmittel, Unterlagen, eiserne Oberbausysteme,
 Strassenbahnen, Bettung, Legen des Oberbaus. Festigkeitstheorie
 der Schienen; Bewegungswiderstände auf Eisenbahnen.
c) Wegübergänge und Schranken.
d) Ausweichungen.
e) Drehscheiben und Schiebebühnen.

Eisenbahnbau II,
Im Winter 2 Stunden: Professor Baurat Kübler.

Bahnhöfe und Signale.

 
            
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