Full text: Programm der Königlich Württembergischen Technischen Hochschule in Stuttgart für das Studienjahr 1908-1909 (1908)

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triknliert waren, sofern diese Hochschulen den frühem Studierenden der 
hiesigen Technischen Hochschule eine ähnliche Ermässigung gewähren. 
Für die Teilnahme an den Vorträgen und Übungen ist ein nach 
der Zahl der wöchentlichen Stunden bemessenes, übrigens auf einen 
Mindestbetrag festgesetztes Unterrichtsgeld zu bezahlen. Ausserdem 
wird für Abnützung der Apparate und Instrumente, sowie für Material 
verbrauch usw. in den Laboratorien und bei einzelnen Übungen ein 
angemessenes Ersatzgeld erhoben. Reichsausländische Studierende 
nichtdeutscher Zunge und Vorbildung haben neben dem Unterrichtsgeld 
einen Semesterbeitrag von 50 J>. zur Deckung des allgemeinen Auf 
wands der Hochschule zu entrichten. 
Die festgesetzten Gebühren und der Mindestbetrag des Unterricbts- 
gelds sind beim Eintritt im voraus zu entrichten, oder es ist ein 
vorschriftemäsBiges Nachlassgesuch einzureichen. Eine Rückerstattung 
dos bezahlten Unterrichts- und Ersatzgeldes sowie der entrichteten 
Honorare kann bei vorzeitigem oder unfreiwilligem Austritt nicht be 
ansprucht werden. 
Das Unterrichtsgeld beträgt ohne Unterscheidung zwischen Vor 
trügen und Übungen, ordentlichen und ausserordentlichen Studierenden: 
4 ,M. für die Wochenstunde im Winterhalbjahr, 
8 <A. . „ . , Sommerhalbjahr. 
Abweichend hievon sind zu entrichten: 
1. bei den chemischen Übungen: 
bis zu 12 Stunden (Halbpraktikum) . 40 ,A, 
Uber 12 Stunden (Vollpraktikum) . 75 ,A\ 
2. bei den Anleitungen zu wissenschaftlichen Arbeiten in 
Zoologie, Botanik, Mineralogie und Geologie: 
für das halbtägige Praktikum ... 20 ,A. } 
, , ganztägige Praktikum ... 40 Jf.\ 
8. bei den Leibesübungen (Turnen) I <A. für die Semesterwochenstunde. 
Der Mindestbetrag des Unterrichtsgelds ist auf 100 ,tf, für das 
Winterhalbjahr und 30 Jf. für das Soramerhalbjahr festgesetzt, in welche 
Summe das Honorar für Privatvorlesungen nicht eingerechnet wird. 
ln Beziehung auf die Berechnung des Unterrichtsgelds ist weiter 
folgendes bestimmt: 
a) bei Vorträgen wird die volle programmässige Stundenzahl be 
rechnet, auch wenn nicht alle Stunden belegt worden sind; 
b) bei Übungen ist iin allgemeinen die Zahl der belegten 
Wocheustunden massgebend; sind aber mehr als 4 Stunden in 
den Studienplan aufgenommen, so werden zum mindesten 4 Stunden 
angerechnet, sind 4 oder weniger als 4 Stunden vorgesehen, so 
muss nach dein Studieoplan bezahlt werden, auch wenn eine 
geringere Stundenzahl belegt worden ist. 
Das Ersatzgeld beträgt für das Halbjahr: 
1. bei dem Besuch der Übungen zur praktischen Geometrie 
im Wintersemester 3 Jt. für die 2stündige Übung, im Sommer 
für die 4- bzw. Sstündigo Übung <> ,A, für die Übungen I und 
II der Bauingenieure zusammen 10 JL\ 
2. bei dem Besuch der physikalischen oder elektrotech 
nischen Übungen 1 .A für die Wochenstunde, im ganzen 
jedoch nicht unter 10 
3. bei dem Besuch der chemischen Laboratorien 
bis zu 12 Stunden (Halbpraktikum) 10 
über 12 Stunden (Vollpraktikuin) 15 JL\ 
4. bei dem Besuch der botanisch- oder zoologisch-mikrosko 
pischen Übungen 2 .A für die Woebenstunde; 
5. bei dem Besuch der Anleitung: 
a) zu botanisch-wissenschaftlichen Arbeiten 
für das halbtägige Praktikum . . .' 10 Jf., 
n - ganztägige , ... 20 
b) für das grosse zoologische Praktikum . 10 J(.\ 
6. bei der Teilnahme an den Übungen in der Materialprü- 
füngsanstalt und im Ingenienrlaboratorium: 
für eiue Wochenstunde 5 Jt, 
, das halbtägige Praktikum . . . 10 ,A, 
, „ ganztägige , ... 20 JL: 
7. für die Benützung der photographischen Dunkelkammer und 
ihrer Einrichtung 2 ,A. 
Für die mit »privatim« bezeichnetcn Vorlesungen und Übungen 
(vgl. unter C.l wird das Honorar durch die Privatdozenten mit Geneh 
migung des Rektors festgesetzt und auf den Einschreiblisten veröffentlicht. 
Ferner wird jedem Studierenden eine Dienergebühr von 2 ,A. für 
das Semester berechnet. 
Vor der Anweisung eines Arbeitsplatzes in einem der beiden 
chemischen Laboratorien sind 20 JC als Sicherheit bei der Kasse zu 
liinterlegen; je am Schlüsse des Semesters wird darüber abgerechnet. 
b) Für Hospitanten. 
Die Hospitanten haben als Unterrichtshonorar für ein Seinester 
zu entrichten: 
bei Vorträgen: für eine ein- oder zweistündige Vorlesung 6 %A. 
für die Stunde, für eine drei- und mehrstündige Vorlesung 
je 5 Jf, für die Stunde;
	        

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