Full text: Programm der Königlich Württembergischen Technischen Hochschule in Stuttgart für das Studienjahr 1910-1911 (1910)

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bei Übuu gen: 5 J!. für die Stunde mit der Abweichung, dass 
bei den chemischen Übungen das 1'/Jache des Satzes für 
Studierende berechnet wird. 
Das Ersatzgeld entrichten die Hospitanten wie Studierende. 
An Stelle der Aufnahmegebühr tritt, ein Yerwnltungskosten- 
beitrag von 3 .« für da-s Halbjahr. 
V. Prüfungen und Zeugnisse. 
1. Semesterprüfungen. Die Semestorprüfungon finden in der Kogel 
wahrend der letzten zwei Wochen des Semesters statt. Bei Jahresvor- 
trtgon wird gewöhnlich nur einmal am Ende des Studienjahrs geprüft 
Ordentliche und ausserordentliche Studierende sind nach Muss* 
gäbe der bestehenden Bestimmungen zur Teilnahme an den Prüfungen 
berechtigt. Zur Beteiligung au denselben und zur Beibringung von 
Zeugnissen in den Cbungsfitchern sind in jedem Falle diejenigen Stu 
dierenden verpflichtet, welche im Genüsse eines Stipendiums oder der 
Unterrichtegeldbefroiung stoben, oder welche im folgenden Semester be 
ziehungsweise Studienjahr um eine solche Vergünstigung nachsuchen 
wollen. Die Verpflichtung bezieht sich auf diejenigen Vorträge, welche 
im Studienplan des Studierenden Vorkommen, und zwar auch auf die 
Jahrosvortrfigc, die nur im Wintersemester belegt werden, wobei die 
Prüfung auf das in diesem Semester Vorgotragene zu beschranken ist. 
f her den Ausfall der Prüfungen und die Leistungen in den Übungen 
werden besondere Zeugnisse — Semesterzeugnisse — ausgestellt. 
Die Abteilung für Maschineningenieur wesen einschl. d&* Elektro 
technik erteilt nach Massgube der bestehenden Vorschriften Schluss- 
zeugnisse an Studierende d<s Maschineningenieurwesens und Stu 
dierende der Elektrotechnik unter der Voraussetzung, dass der Be 
werber in der vorgeschriebenen Weise praktisch tätig gewesen ist, 
wenigstens vier Semester nn der hiesigen Hochschule studiert und 
durch Semestorzeugnisse einen durchschnittlich mindestens befrie 
digenden Erfolg »einer Studien nachgewiesen bat. 
2. Diplomprüfungen. Alljährlich werden auf Grund besonderer 
Prüfungsordnungen an den einzelnen Abteilungen Diplomprüfungen 
abgehalten für Architekten, Bauingenieure, Vermessungsingenieure (Geo 
däten), Maschineningenieure. Verwaltungsingenieore. Elektroingenieure, 
Chemiker, Hütteningenieure. Ausserdem können in Mathematik, in 
Naturwissenschaft und in Zweigen der Allgemein bildenden Abteilung 
Diplomprüfungen abgelegt werden. 
An den Diplom-Vor- und -Hauptprüfungen können nur ordent 
liche Studierende teilnehmen. 
Auf Grand der an den Abteilungen für Architektur, Bauingenieur- 
wesen, Maschineningenieurwesen oiuschliesslich der Elektrotechnik und 
Chemie einschliesslich Hüttenwesen abgelegten Diplomprüfung erteilt 
die Technische Hochschule den Grad eines Diplom-Ingenieurs. 
Die Diplomprüfungsordnungen, für jede Abteilung gesondert ge 
druckt, können von dem Sekretariat oder dem Hausmeister zum Preis 
von je 20 Pf. bezogen werden. 
3. Staatsprüfungen. Es kommen in Betracht: 
a) die Prüfung für die technischen Ämter im Borg-. Hütten* 
und Salinenwesen: 
b) die Prüfung für Apotheker; 
c) , . . Nahrungsmittelchemiker; 
d) „ , . das realistische Lehramt. 
Die Vorschriften über diese Prüfungen können auf der Kanzlei 
eingesehen werden. 
Die Befähigung für den höheren Staatsdienst im Hochbau-, im 
Bauingenieur- und im Maschineningcnicurfach einschliesslich 
Elektrotechnik wird nach der K. Verordnung vom 12. August 1909 
nach ge wiesen: 
1. durch die Erstehung der Diplomprüfung an der Technischen 
Hochschule in Stuttgart im Jahr 1909 oder später, 
2. durch die vorgeschriebene praktische Tätigkeit. 
3. durch die Erstehung der Staatsprüfung. 
Zur praktischen Tätigkeit und zur Staatsprüfung in den bezeich- 
neten drei Fachrichtungen worden Diplomingenieure zugelnssen, die die 
Diplomprüfung als Architekt. Bauingenieur, Maschineningenieur, Ver 
waltung.» ingenienr oder als Elektroingenieur abgelegt halten und die 
deutsche Iteicbsangehörigkeit besitzen. 
Da die bisherige erste württombergische Staatsprüfung im Baufach 
den Grundsätzen der von den beteiligten deutschen Unterrichtsverwul- 
tungen abgeschlossenen Vereinbarung über die Erteilung des Grads eines 
Diplom-Ingenieurs durch die deutschen Technischen Hochschulen dem 
Inhalt nach entsprich!, hat das K. Ministerium des Kirchen- und Schul- 
wesens im Einvernehmen mit den K. Ministerien der auswärtigen An 
gelegenheiten, Verkehrsabteilung, des Innern und der Finanzen die Tech 
nische Hochschule ermächtigt, an württembergisebe Kogierungs- 
bauführer den Grad eines Diplom-Ingenieurs innerhalb der 
Zeit bis I. April 1911 auf Ansuchen zu erteilen. Zur Ausführung 
dieser Verfügung wurde von dem K. Ministerium des Kirchen- und 
Schulwesens folgendes bestimmt:
	        

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