Title:
Programm der Königlich Württembergischen Technischen Hochschule in Stuttgart für das Studienjahr 1911-1912
Shelfmark:
UASt-DD1-050
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1530689129952_1911_1/5/
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II. Einteilung des Studienjahrs. 
Das Studienjahr umfasst die Zeit vom 1. Oktober bis SO. September. 
Es besteht aus eiuein Winterhalbjahr und einem Soinaierhalbjahr. 
Ersteres dauert- vom 1. Oktober bis 14. März, letzteres vom 16. April 
bis 31. Juli. 
Die persönlichen Anmeldungen zur Aufnahme in die Hochschule 
werden entgegengenommen: 
im Winterhalbjahr vom 9. Oktober au, 
im Sommerhalbjahr vom 15. April an. 
Einschreibungen finden für das Winterhalbjahr nach dem 
20. November, für das Sommerhalbjahr nach dem 20. Mai nicht mehr 
statt, wenn nicht triftige Gründe geltend gemacht werden können. 
Die Vorlesungen beginnen: 
im Winterhalbjahr am 12. Oktober, 
im Sommerhalbjahr am 16. April. 
Ferien finden statt: 
zu Weihnachten .... 
vom 
24. 
Dez. 
bis l 
>. Januar 
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am Schlüsse des Winter 
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halbjahrs 
vorn 
15. 
März 
bis 
15. April | 
zu Pfingsten 
vom 
25. 
Mai 
bis 1 
. Juni 1 
Q 
und am Schlüsse des Studien 
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jahrs 
vom 
1. August bis 
30. Sept. * 
III. Aiifnahiiiebestimmiingen. 
Die Eintretenden werden nacli dem Grade ihrer Vorbildung als 
ordentliche oder ausserordentliche Studierende aufgenommen. Zu 
einzelnen Vorlesungen werden auch Hospitanten zugelassen. 
Eine Aufnahmeprüfung findet nicht statt. 
Im einzelnen ist folgendes bestimmt: 
a) Für Studierende. 
Wer in die Technische Hochschule als Studierender eintreten will, 
hat sich persönlich bei dem Amtmann zur Aufnahme anzumelden, und zwar 
regelmässig am Anfang des Semesters innerhalb der für die Einschrei 
bungen vorgeschriobenen Zeit. Die Aufnahme erfolgt durch den Rektor 
i 
Die Bedingungen für die Aufnahme sind: 
1. der Nachweis der erforderlichen Vorkenntnisse, 
2. ein Zeugnis über sittlich gute Führung, 
3. in der Hegel das zurückgeiegte 18. Lebensjahr, 
4. bei Minderjährigen der Nachweis der Einwilligung des Inhabers 
der elterlichen Gewalt oder des Vormunds. 
Der Nachweis der sittlich guten Führung (ZiiT. 2) ist durch ein 
Zeugnis der zuletzt besuchten Lehranstalt oder, falls der Eintretende im 
unmittelbar vorhergehenden Semester eine solche nicht besucht hat, 
durch ein Zeugnis der Obrigkeit seines letzten Aufenthaltsortes, bei 
unmittelbar vorangehender Militärzeit durch das militärische Führungs 
zeugnis, zu erbringen. Ausländer haben überdies einen Pass oder 
Heimatschein vorzulegen. Zeugnisse in fremder Sprache müssen auf 
Erfordern in beglaubigter Übersetzung vovgelegt werden. 
Die vorgelegten Zeugnisse verbieiben bis zum Abgang des Stu 
dierenden bei dem Rektorat. 
Von der Aufnahme als Studierende ausgeschlossen sind die im 
aktiven Dienst stehenden Beamten, Lehrer und Offiziere, sowie die dem 
Gewerbestand angehörenden Personen. Es steht ihnen jedoch frei, ein 
zelne Vorlesungen und Übungen nach den für die Hospitanten bestehen 
den Bestimmungen zu besuchen. 
Ordentliche Studierende. 
Der Nachweis der erforderlichen Vorkenntnisse wird von solchen, 
welche als ordentliche Studierende eintreten wollen, durch das 
Reifezeugnis einer deutschen Oberrealschiile, eines deutschen Real- oder 
humanistischen Gymnasiums oder einer diesen Schulen für das tech 
nische Studium von dem Ministerium gleichgestellten Lehranstalt des 
Deutschen Reichs *) erbracht. 
Wer seine Vorbildung im Auslande erhalten hat, kann als ordent 
licher Studierender aufgenommen werden, wenn er ein Reifezeugnis 
besitzt, das von dem Ministerium als gleichwertig mit den vorgenannten 
deutschen Reifezeugnissen anerkannt ist, und das im Lande seiner Aus 
stellung zum Studium an einer Technischen Hochschule oder an einer 
Universität als ordentlicher Studierender berechtigt.. 
Für Ausländer ist weitere Bedingung, dass in ihrem Heimatland 
Angehörige des Deutschen Reichs mit einem der in Abs. 1 genannten 
Reifezeugnisse zum Hochschulstudium als ordentliche Studierende zuge 
lassen werden. 
*} Bis auf weiteres sind gleichgestellt: die Reifezeugnisse der ehemaligen 
bayerischen Industrieschulen nnd der Gewerbeakademie in Chemnitz.
        

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