Title:
Programm der Königlich Württembergischen Technischen Hochschule in Stuttgart für das Studienjahr 1911-1912
Shelfmark:
UASt-DD1-050
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1530689129952_1911_1/51/
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des Professors für Botanik und Pliarmakognosie, Dr. Fünf.stück: 
am 27. Mai 1911 mit 16 Studierenden nach Hedelfingen, 
am 17. Juni 1911 mit 15 Studierenden nach Münster a. N., 
am 25. Juni 1911 mit 14 Studierenden nach dem Rosenstein bei Gmünd, 
am 1. Juli 1911 mit 16 Studierenden nach Urach, 
am 8. Juli 1911 mit 16 Studierenden auf die Solitude. 
am 15. Juli 1911 mit 18 Studierenden nach Cannstatt; 
des Professors für Zoologie, Dr. Ziegler: 
am 24. Jnni 1911 mit 5 Teilnehmern nach Hohenheim, 
am 1. Juli 1911 mit 8 Teilnehmern nach Bopfingeu, Itzlingen u. Kerkingen, 
am 29. Juli 1911 mit 10 Teilnehmern nach Honrepos. 
IX. Stiftungen. 
Die am 12. August 1909 verstorbene Frau Paniine Albertine Müller, 
geh. Amann, Witwe des Rentuers Ludwig Georg Müller zu Wimpfen i. T.. 
wendete der Technischen Hochschule durch letztwillige Verfügung in hochher 
ziger Weise die Summe von 20 000 ,H. zur Errichtung der M Üller-A in a mi 
schen Stiftung zn mit der Bestimmung, die Erträgnisse der Stiftung zu 
nächst ihrer Schwester Amalie Spellenberg, Gattin des Regierungsobersekretävs 
a. D. in Cannstatt, bis zu deren Tod auszufolgen, sic später aber zn einem 
Studien-Stipondium für einen würdigen, württembergischen ordentlichen Stu 
dierenden (in erster Linie einen Stuttgarter) der hiesigen Technischen Hoch 
schule zu verwenden. Die Stiftung besitzt zufolge Königlicher Genehmigung 
vom 2. November 1910 Rechtsfähigkeit (ßeg.Bl. S. 516). Die Schwester der 
Stifterin Frau Amalie Spellenberg starb schon am 2. Jannar 1911 und hiuter- 
ließ ihrerseits der Stiftung ein Vermächtnis von rund 500 
Am 26. November 1910 machte Fabrikant Robert Bosch in Stuttgart 
der Technischen Hoschschule das Anerbieten, ihr eine Million Mark zu einer 
Robert Boscli-Stiftung 
zu überweisen, als deren Zweck er bezeichnet: Pflege und Förderung der physi 
kalischen Grundlagen der nasführenden Technik, insbesondere des Maschinen- 
ingeuicurwcscns einschließlich der Elektroteeknik sowie des Bauwesens, in erster 
Linie durch Forschung und sodann durch Unterricht. Gern und freudig nahm 
die Hochschule dio so edelsinnig gespendete Gabe au und errichtete dem Antrag 
gemäß die Stiftung. Diese besitzt zufolge der im Vollmaehtsnaraen Seiner 
Majestät des Königs ergangenen Entschließung des K. StaatsministeriumB vom 
27. Februar 1911 Rechtsfähigkeit (Reg.BL S. 52;-. An Ser Stiftung sind beteiligt: 
1* das Elektrotechnische Institut, 2. das Ingenieurlaboratorium, 3. das Physi 
kalische Iustitut, 4. die Materialprüfungsanstalt. Die beträchtlich erhöhten 
Betriebsmittel ermöglichen es diesen Institnten. die für dio gesamte Technik und 
die Technische Hochschule im besonderen so wünschenswerte Forschertätigkeit 
weit mehr als bisher aufzunehmen, außerdem ist jetzt befähigten Studierenden 
und jungen Ingenieuren iu deu Instituten in erhöhtem Maß Gelegenheit ge 
boten. selbständige wissenschaftliche Arbeiten auszuführen, auf Grund deren 
sie unter Umständen promovieren können. 
Eine recht erfreuliche Gäbe verdankt die Hochschule der Opferwilligkeit 
eines Kollegen, der ungenannt bleiben wilL Dieser Ubergab dem Rektorat 
9600 Jt in Pfandbriefen mit der Bestimmung, dieselben zur Gründung eines 
Repräsentationsfonds zu benützen. Die Hochschule bestätigt mit verbind 
lichem Dank, daß sie dem Wunsche des Stifters entsprochen liati 
Die von dem Inhaber der Werkstätte für Vermessnngsinstrnmente Berger n. 
Söhne in Boston. Nordamerika, C. L. Berger, zum Andenken an Conrad Wilhelm 
Berger begründete Bergerstiftung der geodätischen Sammlung der Hochschule 
(vgl. Jahresbericht für 1908,1)9 S. 38) ist durch die genannte Firma im Berichtsjahr 
in dankenswerter Weise um zwei wertvolle Instrumente vermehrt worden: ein 
.Mining Transit“ (Grubentheodolit) neuesten Modells mit Grubemtntiv und 
mit zahlreichen Vervollständigungen, u. a. einem ,Polar Attachement“, einem 
zweiten Fernrohr zum optischen Abloten, einem Wan dann usf.; ferner einen 
Libellenprüfer mit entlasteter Meßschraube nnd Vorrichtung znm Aufsetzen 
ganzer Instrumente. 
X. Geschenke. 
In das nachstehende Verzeichnis der Zuwendungen an die Hochschule sind 
nicht aufgenommen: einfache Jahresberichte, Kataloge usw.. sowie die Berichte 
und Schriften, die im Tauschverkehr mit der Hochschule eingesandt worden sind. 
N a m o nnd W^> h n o r t 
des Schenkgebers 
Bezeichnung des Geschenks 
A. Für dio Bibliothek 
K. Ministerium des Kirchen- und Schul 
wesens, Stuttgart 
K. Friedrich - Wilhelms- Universität 
Berlin. 
Ausschuß des Vereins Bauhütte Stutt 
gart 
Nachlaß des verst Medizinalrats Dr. 
Aug. Hedinger, Stuttgart 
Friese, Geschichte der K. Universitäts 
bibliothek in Berlin. 1910. 
Bericht der Deputation für das Be- 
leuchtuugswesen über den Einsturz 
des großen Gasbehälters am großen 
Gasbrook in Hamburg am 7. Dez. 
1909. 
Bericht über die Tätigkeit der Physi 
kalisch • Technischen Reichsanstalt 
in Berlin im Jahve 1910. 
Die Jubiläumsschriften von 1910. 
Festschrift zur Feier de3 50jährigen 
Jubiläums des Vereins Bauhütte. 
1910. 
Werke nnd Zeitschriften' verschiedenen 
Inhalts.
        

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