Volltext: Programm der Württembergischen Technischen Hochschule Stuttgart für das Studienjahr 1931/32 (1931)

  
  
  
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Die persönlichen Anmeldungen zur Aufnahme in die Hochschule 
werden entgegengenammen: 
für das Sommerhalbjahr vom 16. April an, 
für das Winterhalbjahr vom 19. Oktober an. 
Einschreibungen finden für das Sommerhalbjahr nach dem 9. Mai, 
für das Winterhalbjahr nach dem 11. November nicht mehr statt, wenn 
nicht triftige Gründe geltend gemacht werden können. 
Die Vorlesungen beginnen: 
im Sommerhalbjahr am 21. April, 
im Winterhalbjahr am 26. Oktober, 
Ferien finden statt: 
zu Pfingsten - + vom 23. Mai bis 31. Mai 
am Schlusse des Sommerhalbjahrs . vom 1. August bis 18. Okt. 
zu Weihnachten +. - vom 19. Dez, bis 7. Januar 
und am Schlusse des Studienjahrs . vom 16. März bis zum Be- 
inn des neuen Studienjahrs 
Vorlesungs- und übungsfrei bleiben die bürgerlichen Feiertage sowie der 
18. Januar als Gedenktag der Gründung des Deutschen Reichs. 
Bürgerliche Feiertage sind: Neujahrsfest, Erscheinungsfest, Karfreitag, 
Ostermontag, Himmelfahrtsfest, Pfingstmontag, Fronleichnamstag, Peter und 
Paul, Mariä Himmelfahrt, Christfest und Stephanstag. 
  
  
    
  
Il. Aufnahmebestimmungen. 
Die Eintretenden werden nach dem Grade ihrer Vorbildung als ordent- 
Tiche oder außerordentliche Studierende aufgenommen. Zu einzelnen 
Vorlesungen werden auch Gasthörer zugelassen. 
Eine Aufnahmeprüfung findet nicht statt, 
Im einzelnen ist folgendes bestimmt: 
a) Für Studierende. * 
Sämtliche Studierende, auch die an der hiesigen Hochschule bereits ein- 
geschriebenen, haben sich zu Beginn jeden Semesters persönlich auf dem 
Sekretariat zur Aufnahme bzw. Wiederaufnahme anzumelden, und zwar 
regelmäßig am Anfang des Halbjahrs innerhalb der für die Einschreibungen 
vorgeschriebenen Zeit. 
Die Bedingungen für die Aufnahme sind: 
öl rderlichen Vorbildung, 
‚ttlich gute Führung, 
3. in der Regel das zurückgelegte 18, Lebensjahr, 
4. bei Minderjährigen der Nachweis der Einwilligung des gesetzlichen 
Vertreters, 
  
  
  
nn 
Der Nachweis der sittlich guten Führung (Ziff. 2) ist durch ein Zeugnis 
der zuletzt besuchten Lehranstalt oder, falls der Eintretende im unmittelbar 
vorhergehenden Halbjahr eine solche nicht besucht hat, durch ein Zeugnis 
der Polizeibehörde seines letzten Aufenthaltsortes zu erbringen. 
Die vorgelegten Zeugnisse und Urkunden verbleiben bis zum Abgang des 
Studierenden bei dem Rektorat. 
Von der Aufnahme als Studierende sind ausgeschlossen: 
1. Personen, gegen deren sittliche Führung Bedenken bestehen; 
2. Angehörige einer anderen öffentlichen Bildungsanstalt; 
3. Personen, die im Hauptberuf erwerbstätig sind; 
4. im Dienst befindliche Reichs-, Staats- und Gemeindebeamte, Geistliche 
und Offiziere, 
Jeder Studierende hat in die Abteilung einzutreten, welche auf den Beruf 
vorbereitet, dem er sich widmen will. 
Zum Übertritt von einer Abteilung in die andere ist die schriftliche Ge- 
nehmigung des Rektors einzuholen. 
Die Wahl der Vorträge steht den Studierenden frei; auch im Besuch der 
Übungen findet eine Beschränkung nur insoweit statt, als dies durch die 
Rücksicht auf die Erhaltung eines erfolgreichen Studiengangs geboten ist. 
Die Studierenden haben in jedem Halbjahr mindestens vier gebühren- 
pflichtige Vorlesungs- oder Ubungsstunden zu belegen, 
Zur Aufrechterhaltung der Ordnung sind in den „Vorschriften für 
die Studierenden“ besondere Bestimmungen getroffen. 
Uber die Lebens- und Studienverhältnisse in den deutschen Hochschul- 
städten gibt der vom Wohnungsamt der deutschen Studentenschaft (Mün- 
ster, Universität) herausgegebene Hochschulführer eingehende Aus- 
kunft. Über die Stuttgarter Verhältnisse im besonderen siehe unter VIII, 
Ärztliche Untersuchung und Leibesübungen. 
Jeder neueintretende Studierende hat sich einer ärztlichen Untersuchung 
zu unterziehen. Den Studierenden, die sich der vorgeschriebenen Unter- 
suchung nicht unterziehen, werden bis zur Nachholung der Untersuchung 
die hinterlegten Ausweispapiere nicht ausgehändigt und die Ausweiskarte 
für das nächste Halbjahr nicht ausgestellt. 
Für die Durchführung der Untersuchung, die auf Kosten des Vereins 
Stuttgarter Studentenhilfe erfolgt, ist vom Rektorat folgende Regelung ge- 
troffen worden: 
 
	        

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