Title:
Die Königlich Württembergischen Staatseisenbahnen
Creator:
Morlok, Georg
Shelfmark:
1Ma 315
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1537772834592/108/
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Brücke über den Haldenbach bei Endersbach. 
so mehr der Vorzug zuzuerkennen, als hiermit eine verhältnismässig grössere Fläche des oberen 
Remsthaies in den Bereich des Eisenbahnverkehrs gekommen, und von der oberen Neckarbahn 
auf kurzer Linie ein Anschluss an die Remsthalbahn erhalten, der Umweg über Kannstatt für die 
Richtung nach Aalen erspart, die Rutschpartieen bei Eislingen umgangen worden wären. 
Nach . Weisung des Ministers v. Knapp mussten aber die allgemeinen, handeis- und volks 
wirtschaftlichen Interessen ihre volle Würdigung auch finden, nachdem von vielen Seiten immer 
betont wurde, wie sehr die Beziehungen zwischen Stuttgart mit seinem Hinterlande, mit der Rems 
thalbahn in Berücksichtigung kommen sollten. Ausmittelung all der einschlägigen Verhältnisse mit 
Einrechnung der entsprechenden Werte war nun eine Aufgabe, welche vielartige und weitgreifende 
Arbeiten erforderte; ihnen unterzog sich der administrative Referent, Finanzrat Dr. Zeller, mit 
grösster Sorgfalt. 
Besonders angelegen war ihm die Ermittelung der eventuellen Einnahmen aus dem Transit- 
und Lokalverkehr. Weil aber die Entfernungen der noch ungebauten Bahnen des Auslands ihre 
Richtung und Länge, sowie die Menge der in Berechnung zu ziehenden Personen und Güter zu 
jener Zeit noch nicht bekannt waren, konnte, seiner gründlichen und sorgfältigen Untersuchungen 
ungeachtet, die finanzielle Seite der Rechnung nicht abgeschlossen, die Auswahl unter den Kon 
kurrenzlinien mit Sicherheit nicht getroffen werden, und es wäre wohl die Linie Uhingen—Lorch 
gewählt und zur Ausführung gestellt worden, wenn nicht eine in der II. Kammer abgegebene, 
übrigens nur private Erklärung durchschlagend gewirkt hätte, die Erklärung, dass seitens der 
bayrischen Regierung ein Anschluss der Remsthalbahn an die Königl. bayr., Bahn bei Nördlingen 
gestattet würde, nicht aber auch einer anderen Linie, welche mit der Ostbahn in Verbindung 
gesetzt werden könnte. 
Von der Regierung und den Ständen wurde der Bau der Remsbahn von Kannstatt über 
Waiblingen—-Gmünd und Aalen vereinbart und höchsten Orts beschlossen. 
III. Bauperiode. 
Zehntes Kapitel. 
Feststellung der I. Abteilung der Remsbahn Kannstatt—Wasseralfingen. 
Die Bearbeitung der Strecke Wasseralfingen war in Abteilungen vorzunehmen, und zwar in 
erster Linie Kannstatt—Waiblingen, wo sich drei beachtenswerte Richtungen zur Wahl boten. 
Bei Ausmittelung der bauwürdigsten Linie von Kannstatt nach Waiblingen kamen nicht 
sowohl die volkswirtschaftlichen als vielmehr die technischen und finanziellen Verhältnisse in Betracht 
und Würdigung.
        

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