Title:
Die Königlich Württembergischen Staatseisenbahnen
Creator:
Morlok, Georg
Shelfmark:
1Ma 315
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1537772834592/211/
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Lokomotive vom Jahre 1888. 
höheren auch Verwaltungs- und Fachkenntnisse insoweit sich angeeignet haben, um die einzelnen 
Geschäftsaufgaben, deren Einfluss auf die Sicherheit des Bahnbetriebs von sich aus übersehen und 
unmittelbar regeln zu können. 
An dieser Stelle darf vielleicht erinnert werden, wie nützliche Dienste die Techniker der 
ersten Periode doch immer geleistet haben, als dieselben autorisiert waren die Auswahl wichtiger 
zu erbauender Bahnen (Fils- oder Remsbahn) mit zu treffen und dieselben zuvor in Beziehung auf 
ihre eventuelle Ertragsfähigkeit zu untersuchen, die technischen Kräfte an den ihnen geeigneten 
Stellen zu verwenden, ohne Einfluss eines General- oder Unterdirektors das Baumaterial nach Be 
darf und zugleich nach Akkord zu verwenden. 
Ausser dieser Organisation wurde auch unterm 20. März 1881 ein aus Vertretern des 
Handels, der Gewerbe und der Landwirtschaft gebildeter sogen. Beirat eingesetzt, dessen Aufgabe 
es ist, dem Minister in wichtigen, diese Geschäftszweige berührenden Fragen gutachtliche Aeusserungen 
zeitweise abzugeben. 
Mit der neuen Organisation der Uebertragung der Generaldirektion der Verkehrsanstalten 
in das Ministerium fühlte sich Geheimerat v. Dillenius in seiner Stellung alteriert. Er erbat sich 
zugleich wegen leidender Gesundheit Enthebung von seiner amtlichen Stellung, welche ihm auch 
unterm 27. Mai 1880 von dem Könige gnädigst gewährt wurde. Für die neu organisierte General 
direktion der Eisenbahnen wurde hierauf Direktor v. Böhm als Vorstand und Präsident der General 
direktion berufen und es wurden in dieselbe die bisherigen Mitglieder und Angehörigen der beiden 
Kollegien, der Eisenbahnkommission und der Eisenbahndirektion eingestellt und ihren bisherigen 
Referaten gemäss verwendet. 
"V. Bauperiode. 
Neuntes Kapitel. 
Rückblick auf die fünfte Periode. 
Der Rückblick auf Periode V zeigt wieder mehr die Rückkehr zu dem Programm der ersten 
Perioden bezüglich der Veranlagung der Bahnen und Einhaltung der früheren Verwaltungspraxis. 
Es war der Geheimerat v. Dillenius, der stets bemüht war, seinen Einfluss auf sämtliche Eisenbahn 
geschäftszweige insbesondere im Sinne des Regierungsprogramms von 1842 in Anwendung zu bringen. 
Seine Bestrebungen waren hauptsächlich darauf gerichtet, die Konkurrenz des Auslandes 
zu bestehen und zu diesem Zwecke behufs gleichmässiger und gerechter Verteilung der zu trans 
portierenden Güter gleichmässige Tarife aufzustellen und zu erhalten, Differenzialtarife im Wege
        

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