Title:
Die Königlich Württembergischen Staatseisenbahnen
Creator:
Morlok, Georg
Shelfmark:
1Ma 315
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1537772834592/212/
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der Vereinbarung ein- für allemal auszuschliessen! Ausgedehnte Distanztabellen in der Hand hat er 
nach allen Seiten hin rentable Bahnprojekte gefordert, denjenigen den Vorzug eingeräumt, welche 
nach möglichst geraden und relativ kurzen Linien für grosse Strecken und bedeutende Zielpunkte 
eingerichtet waren; er hat dieselben sodann bei der Regierung und den Ständen zur Genehmigung 
und Ausführung empfohlen, und es waren hauptsächlich diese Bemühungen, welche den Erfolg 
hatten, dass die vielfach vorhandene Befürchtung, es werde der Rückgang der Rente noch länger 
Vorhalten, nicht in Erfüllung ging, vielmehr nur insolange eintrat, bis die im Nordosten des 
Landes neu erstellten Transitbahnen in Betrieb kamen. Hat die Erbauung dieser Bahnen aber einige 
Zeit der von ihnen bereiteten Konkurrenz wegen die Rente etwas niedergedrückt, so wurde sie 
andernteils wieder durch dieselben gehoben, weil, wie vorausgesetzt worden, der mit derselben 
zusammengefallene Auslandsverkehr auf dieselbe günstigen Einfluss übte. Stand sie in den Jahren 
1854 bis 1864 auf der Höhe von 5,5 Prozent und war sie bis 1870 auf 3,25 Prozent gesunken, 
was etwa einem Betrag von 5,3 Millionen gleichkam, der sich aber des anwachsenden Anlage 
kapitals wegen jedes Jahr erhöhte, so hatte sie sich im Jahre 1886—87 auf 3,16 Prozent und über 
diesen Betrag noch erhalten. 
Die Erbauung der verabschiedeten Bahnen Sigmaringen—Tuttlingen, des zweiten Geleises 
von der königl. bayrischen Landesgrenze bei Nördlingen nach Bretten mit Reichsunterstützung bis 
zu 80 Prozent des Baukapitals, und der Strecken Leutkirch—Memmingen und Hergaz—Wangen in 
Zusammensetzung mit den königl. bayrischen Bahnen Memmingen—München und Hergaz—Wangen 
werden überallhin günstigen Einfluss ausüben, wenn auch der kurzen Strecke wegen nur minder 
erhebliche Einnahmen erbringen.
        

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