Full text: Die elektrischen Eisenbahnsignale mit besonderer Berücksichtigung der K. Württembergischen Staatseisenbahnen

  
Apparate. zur Kontrolle d. Fahrgeschwindigkeit d. Züge. 77 
Fahrsignal ‚8 :am Blockstationstelegraphen giebt, der Zug 
auf Anordnung des Zugmeisters und unter Verantwortlich- 
keit des Lokomotivführers bis zur nächsten Station so langsam 
weiter zu fahren, dass er vor jedem bemerkten Hindernisse 
halten kann.‘ (Ausfbest. zur württ. Sig.-Ord. Ziff. 50—52,) 
D. Apparate zur Kontrolle der Fahrgeschwindigkeit der Züge. 
Die Fahrgeschwindigkeit darf niemals diejenigen Grenzen 
übersteigen, welche für die einzelnen Lokomotiven je nach 
ihrer Bauart festgesetzt und an denselben angeschrieben sind, 
und welche ferner der in den Zügen vorhandenen Anzahl 
der‘ zu bremsenden Wagenachsen entsprechen und endlich 
durch die Besonderheiten der einzelnen Bahnstrecken geboten 
sind. 
Die Fahrzeiten der Züge auf der Hauptbahn werden 
unter‘ Annahme‘ bestimmter Grundgeschwindigkeiten und 
sogenannter virtueller Entfernungen der Stationen ermittelt. 
In den‘ virtuellen Längen, welche grösser sind als die wirk- 
lichen Entfernungen, werden die Neigungen und Krümmungen 
der betreffenden‘ Strecke, soweit solche auf die Fahr- 
geschwindigkeit, die Sicherheit des Betriebs, die gleichmässige 
Beanspruchung‘ der Betriebsmittel u. s. w. einen gewissen 
Einfluss ausüben, nach bestimmten Grundsätzen durch Zu- 
schlag‘ zu den ‚wirklichen Längen berücksichtigt; besondere 
Zuschläge zu den so ‘erhaltenen — reinen — Fahrzeiten 
zwischen‘ 2. Stationen werden sodann noch durch einzelne 
örtliche Verhältnisse, sowie durch die An- und Abfahrt auf 
der Strecke und das Durchfahren durch die Stationen be- 
dingt. 
Die Fahrzeiten jedes fahrplanmässigen Zugs werden für 
die einzelnen Bahnstrecken in den sogenannten Fahrzeiten- 
tabellen zusammengestellt und dem Zugpersonal und den im 
äusseren Betriebsdienst beschäftigten Stationsbeamten in dem 
Dienstfahrplanbuch bekanntgegeben. 
   
  
  
  
  
  
 
	        

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