Das Land
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südlicher, aber ganz im Innern liegend, hat i8,i°. Kantons Jahrestemperatur,
unter dem Wendekreis, ist 21,3°.
Auch in Mittel- und Südchina kommt, wenn auch in weniger ausgeprägtem
Maße, die mittlere Jahreswärme unter großen Extremen
von Sommer und Winter zustande. Auch hifer ist eine starke Exzessivität
des Klimas charakteristisch.
Besonders kühl ist das östliche Mittelchina. Schanghais Januartemperatur
ist nur + 2,7°. Das ist etwa die von Paris (49 0 Breite, 5omM.-H.).
Im westlichen Mittelchina ist es im Winter wärmer; Tschungking hat
+ 8,5° im Januar, Tschöngtu (460 m M.-H.), unter 30,7°, ebenfalls
in Sz’tschwan, 6,6°. Dies Gebiet liegt im Schutz des großen westöstlich
gerichteten Tsinlingschan-Walls, der den rauhen Nordwinden den
Zutritt erschwert. So kommt immergrüne Vegetation bis an den Südfuß
dieses Gebirges vor. Immerhin ist es im ganzen Yanglse-Gebiet im
Winter meist unbehaglich kalt, und Nachtfröste sind in den inneren
Tälern häufig. Auch Schneefall kommt vor. Heizvorrichtungen haben
die Häuser nicht mehr, aber kostbare Pelze sind z. B. noch im südlichen
Kiangsi ein erheblicher Handelsartikel.
Die sommerliche Erwärmung in Mittelchina vollzieht sich nicht so
rasch wie in Nordchina. Die feucht vom kühleren Meere kommenden
Luftströme verzögern das. Schanghais April, 13,9°, ist fast dem von
Peking gleich; sein Juli, 26,9°, auch noch unwesentlich wärmer. Die
mittlere Jahresschwankung beträgt hier 44,5°. Wärmer ist der Januar
des weiter im Kontinent gelegenen Tschungking mit 8,5 °, während
der Juli nur 26,8°, der August hier 24,4° hat. Man schreibt diese verhältnismäßige
Kühle der starken Bewölkung zu, die in Sz'tschwan im
Sommer herrscht. Die mittlere Jahresschwankung ist in dem kontinentalen
Tschungking mit 36,2° geringer als in dem meernahen
Schanghai. Immerhin sind die Differenzen zwischen Sommer und
Winter auch hier sehr groß. Besonders stark ist die Differenz am mittleren
Yangtse. Kiukiang (36 m M.-H.) hat im Januar nur 2,5, im Juli
fast 30 0 Mittelwärme. Der Europäer leidet sehr darunter, besonders
da im Sommer die Hitze sich mit feuchter Schwüle paart.
Wesentlich wärmer als Mittelchina ist das südlichste China im
Winter. Kantons Januar hat 12,6°. Allerdings kommen auch hier tiefe
Temperaturstürze vor, und wiederholt ist in Kanton, also unter dem
Wendekreise und im Niveau des Meeresspiegels, Schneefall — als äquatornächstes
bekanntes Beispiel auf der Nordhalbkugel — beobachtet
worden. Der Juli hat etwa 28°, die Jahresschwankung ist also auch
hier ziemlich groß; sie beträgt 33,3°. Sind wir also auch von ausgesprochen
tropischen Verhältnissen selbst hier noch entfernt, so ist