Title:
Ostasien in der Krise
Creator:
Wegener, Georg Linde, M. Wertheimer, Fritz Praesent, Hans
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1539155476229_6/48/
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Aber eines ist sicher: ist erst wieder in die weiten, reichen, trotz 
der großen Einwanderung der letzten Jahre immer noch menschen 
leeren Räume die Ruhe zuriidcgekehrt, dann wird auch ihre welt 
wirtschaftliche Redeutung von Jahr zu Jahr weiter wachsen. Die 
Mandschurei bietet noch Raum für viele Millionen von Menschen. 
Sie werden hineinströmen, wie sie bisher hinein geströmt sind, und 
jede einzelne Hand wird dazu beitragen, aus der Mandschurei eines 
der wichtigsten Gebiete der Weltwirtschaft zu machen. 
y. 
Zum Schluß noch einige wenige Zahlen, die Deutschlands wirt 
schaftliche Beziehungen zum Fernen Osten beleuchten. 
Deutschlands Ausfuhr nach China und Japan belief sich (in 
Millionen Mark): 
1931 
1930 
1929 
1928 
1927 
1913 
nach China 
141 
150 
185 
170 
121 
131 
nach Japan 
144 
193 
245 
213 
181 
124 
zusammen 
285 
343 
430 
383 
302 
255 
Demgegenüber stellt sich die Einfuhr Deutschlands aus den ge 
nannten beiden Ländern (in Millionen Mark): 
1931 
1930 
1929 
1928 
1927 
1913 
aus China 
215 
298 
371 
330 
265 
130 
aus Japan 
30 
41 
43 
40 
28 
47 
zusammen 
245 
339 
414 
370 
293 
177 
Diese beiden Tabellen zeigen, daß Deutschland im Ostasien 
geschäft, soweit der Export nach und der Import aus China bzw. 
Japan in Frage steht, die Zahlen des letzten Friedensjahres schon 
weit überschritten hatte, daß aber dann unter dem Einfluß der 
Weltwirtschaftsdepression nach dem Rekordjahr 1929 eine stark 
rückläufige Bewegung eingesetzt hat. Trotzdem hat sich eine sehr 
beachtliche Relation erhalten, nämlich, daß Deutschland immer 
wesentlich mehr, in manchen Jahren das Doppelte, aus China ein 
führt, als es dorthin exportiert und umgekehrt, daß sein Export 
nach Japan in allen Jahren stets ganz wesentlich größer als seine 
Einfuhr aus Japan gewesen ist.
        

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