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Stuttgarts Anfänge 12-20.
heim, Leutkirch, Markgröningen, Mengen, Möckmühl, Murrhardt,
Niederstetten, Riedlingen, Saulgau, Tettnang, Ulm, Waiblingen, Wangen,
Weikersheim, Wiesensteig; im 10. Jahrhundert: AltKorf, Weingarten,
Heimsheim, Kirchheini, Marbach, Pfullingen, Waldsee, Weilheim;
weitere 60 im 11. und 12. und im Beginn des 13. Jahrhunderts.
Erst im Jahr
122V
tritt auch Stuttgart in die urkundlich bezeugte Geschichte ein. In
einer päpstlichen Urkunde aus Perugia, 8. März 1229, in welcher
Gregor IX. das Kloster Bebenhaufen in seinen Schutz nimmt und
dessen rechtmäßig erworbenen Güterbesitz bestätigt, erscheint solcher neben
Eßlingen, Fellbach, Stetten, Wangen rc. auch in Stutgarten und
Tnnzhofen (im Nordosten der Stadt an der jetzigen Ludwigsburger
Straße, bei der sog. Meierei), wo die Mönche wohl, wie an den genannten
Orten, hauptsächlich der gute Weinwachs angezogen haben
wird. Stutgarten ist in der älteren Sprache dasselbe, was wir jetzt
Fohlengarten, Fohlenhof nennen. Aber wer hatte den Stutgarten im
geschützten Wald- und Wiesenthal des Nesenbach angelegt? wer die
Wasserburg im Thal und die Burgen auf den Höhen gebaut?
Natürlich ist auch hier die Sage, die mündliche Ueberlieferung,
in die Lücke getreten, welche die Schreiber von Urkunden und Jahrbüchern
gelassen haben. Noch um das Jahr 1620 wußte der besonnene
Verfasser einer Stuttgarter Chronik, welche auch der vorliegenden
vielfach zu Grunde liegt, Dr. Oswald Gabelkhover, genau den Platz,
wo Kaiser Ottos I. Sohn Liudolf das Stutenhaus gegründet haben
soll, welches unserer Stadt den Namen gegeben: „zwanzig Schritt ohngefährlich
von der jetzigen Stiftskirche gegen Mitternacht, da Paulus
Sautter, Provisor, sitzt", das ist das jetzige Wirtshaus Stiftsstraße 8.
Und noch der gediegene Memniinger in der Schrift: Stuttgart und
Ludwigsburg 1817 hält für wahrscheinlich, daß das „Schlößle", spätere
Mäntlersche Haus, bei der Stiftskirche, eine der Burgen war, welche
nächst dem Stutengarten die Entstehung der Stadt veranlaßt haben
mögen. Wer die mancherlei Sagen von Stuttgarts ältesten Zeiten
lesen will, findet sie in dem Buch des 1876 verstorbenen Sekretärs
Friedrich Nick, Stuttgarter Chronik und Sagenbuch (Stuttgart 1875).
Nicht wenige dieser Sagen sind freilich eine sehr späte Erfindung aus
der gewandten Feder des ehemaligen Buchdruckers und Stadtrats, auch
Herausgebers der 1844—48 erschienenen Stuttgarter Stadtglocke, Joh.
Gottlieb Münder, welcher 1849 oder 50 nach Amerika gegangen uro