Volltext: Der Hoppenlau-Friedhof in Stuttgart

  
  
t 1 2: 
Auf dem Gebiet der Naturwiſsenſchaften finden wir aus 
älterer Zeit den Botaniker und Karlsschulprofeſſor Joh. Simon Kerner; 
dann den berühmten Tübinger Physiologen Staatsrat K. F. Kielmeyer, 
Lehrer eines Autenrieth, Gmelin, Pfaff; den Paläontologen Georg 
Friedrich Jäger, Obermedizinalrat; die Oberſtudienräte G. Kurr, Pro- 
fessor am Polytechnikum, und Th. Plieninger; Physik und Chemie 
lehrte Bergrat Degen, erstere K. W. Holt mann am Polytechnikum, 
F. P. Ri eck e in Hohenheim. Nach Ludwigsburg übergeführt iſt F. R euß, 
Professor der Chemie in Moskau, ruſsiſcher Staatsrat. W. H. Gwinner, 
Forſtrat, schrieb viel über sein Fach; der Bergrat W. Faber du Faur 
ſchuf das Hüttenwerk Waſſeralfingen um. 
Unter den Medizinern sind außer dem Schlesier Salomo Reis el, 
Leibarzt des Administrators Herzog Friedrich Karl, zunächst die alten 
Karlsſchulprofessoren L. H. Riecke, Chriſtian Klein, Leibmedikus, 
C. G. Reuß, Leibarzt, und Medizinalrat Th. Plieninger anzuführen; 
sodann besonders Karl Chriſtoph Jäger, Obermedizinalrat und Leib- 
arzt, Gründer des Katharinenhoſpitals. In die neuere Zeit ragte als 
Nestor herein der frühere Tübinger Professor L. S. Ri eck e; ihm stehen 
zur Seite die Obermedizinalräte K. E. Schelling, Bruder des Philo- 
sophen, deſſen Mutter gleichfalls hier ruht, H. F. Hard eg g, K. Leib- 
arzt; H. Köstlin, G. Ph. Cleß, O. Elben, V. A. Riecke, endlich 
der ausgezeichnete K. L. Elſäß er, K. Leibarzt. H. Jäg er ist aus- 
geschieden. ~ 
Nicht mit einer Überfülle von Namen, aber vollwichtig iſt die Kunst 
vertreten, zumal die bild end en Künste. Da gewahren wir Herzog 
Karls nimmermüden Baumeister R. F. H. Fiſcher und seinen um die 
technische Hochſchule verdienten Sohn, den Oberbaurat Ferdinand Fiſcher; 
deſſen Schüler, den genialen Hofbaumeister Ludwig Z a n t h und den 
hochbegabten Lehrer und Verfasser des Lehrbuchs der höheren Baukunst 
K. M. Heigelin; die Oberbauräte C. F. Etz el, F. Gro ß und L. Gaab, 
Profesſſor G. A. Bre ym ann; ursprünglich war auch Karl Et el hier 
bestattet. 
Klangvollſte Namen hat die Plastik aufzuweiſen: ruhen doch hier 
ein Dannecker und Sch eff auer, ein Konrad Weitbrecht, desſſen 
Hand ,auch manchem Grab ein Denkmal gab“; ferner Ludwig Mack 
und K. H. Schweickl e. Unter den Malern ſteht Eberhard Wächter 
obenan; es folgen K. Le y b old, G. F. Steinkopf, G. W. Morff, 
J. F. Dieterich, J. Schnizer, K. Obach, J. G. Buchner, E. O. 
Reiniger. Ihnen gesellt sich der Maler-Dilettant und Kunstfreund 
Heinrich Rapp und der große Kupferstecher Johann Gotthard Müller. 
  
 
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.