Full text: Geschichte der Stadt Stuttgart

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<&- Vorn 'Jahr 1816 bis zur Gegenwart 
schloß, Konrad öleitbrechts ?u den anmutigen priesen im Landhaus Rosenstein, die einseitige Bevor 
zugung Hofers, des Pferdebildners und Dachbildners von Bntiken, sowie die Vorliebe für 
finnereizende Gemälde gegenüber. Sine Kunststadt hat der nüchterne praktische Landesherr aus 
seiner Residenz nicht machen wollen und können, obschon während seiner Regierungszeit auf 
allen Gebieten hier nicht wenige namhafte Meister mit Srfolg tätig gewesen sind, /dn der Bau 
kunst, trotz dem bittern Urteil, das der Hrchitehturprofeffor Heigelin 1831 über die Stuttgarter 
„Zteinmetzger" fällte, D. Chouret 1767 —1845, 6. Barth 1777—1848, f. Groß 1783—1861, 
6. C. 6. Stzel 1784—1840, f. fischer 1784—1860, fB. Knapp 1791 —1861, sll fflauch 1792—1856, 
L. 6aab 1800—1869, 6. H. Breymann 1807—59, C. f. Beisbarth 1809—78, K. Stzel 1812—65, 
Chr. Leins 1814 — 92, 3. fflorloh 1815—96, Cb. Landauer 1816—94, 3. Sgle 1818—99, H Bok u. a. 
Hls Bildhauer, auch nachdem Danmcher mit seinem Christus 1824 und seinem Johannes 1826 zu 
schaffen aufgehört hatte, seine Schüler f. Distelbarth 1780—1835 und Cb. ölagner 1800—1880, 
der bereits genannte Öleitbrecht 1796—1836, 3. öl. Braun 1796—1863, L. Mack 1799—1831, 
H. Güldenstem 1822—91 u. a. 3n der Malerei neben den alternden ph. f. tzetsch 1758—1838, 
6b. ÖJäcbter 1762—1852, die jüngeren 6. ÖL Morst 1771—1857, 6. f. Steinkopf 1779—1860, 
3. f. Seubert 1780—1859, K. Leybold 1786—1844, J. f. Dietrich 1787—1846, f. Stirnbrand 
c. 1788—1882, L. Mayer 1791—1843, 3. Schnizer 1792—1870, öl, Strecker 1795—1856, der schon 
erwähnte H. Gegenbaur 1800—1876, öl. Baumeister 1804—46, B. Deher 1806—86, H. Bruch 
mann 1806—52, I). funk 1807—77, K. Obach 1807—65, K. Schmidt 1808—92, tz. Rüstige 
1810—1900, K. Müller 1813—81, 6. Bohn 1816 — 98, K. Kurtz 1817—87, P. f. Peters 1818 — 1903, 
f. tzerdtle 1819—89, 3. Schnorr 1826—85, 6. tzerdtle 1821-78, K. Büchner, geb. 1821, fr. Schardt 
1825—81, 3. Mali 1828—65, Luise v. Martens 1828—94 u. a.; die Lithographen ölölffle, 
Smminger, Küstner, Malte, Plann, tzochdan; u. a. 
X Unbestritten war der Ruf Stuttgarts als einer Unterrichts-, einer auch von auswärts viel 
aufgesuchten Schulstadt. Königin Katharina gründete 1818 das Katharinenstift als eine „neue 
und vollständige Lehr- und Srziehungsanstalt für Cöchter gebildeter Stände". Zu ihr traten 
allmählich mehrere Privatanstalten für den weiblichen Unterricht: 1833 Jauß» 1840 Kölle, 1841 
öleidle, 1849 Öletzel. 1818 wurde die seit 1796 mit dem Gymnasium verbundene Realschule zu 
einer selbständigen Bnstalt von vier Klasten erhoben: 1829 in den vorhin genannten Ostiziers- 
pavillon verlegt, erhielt sie, um zwei Klasten vermehrt, 1835 ein eigenes neues Gebäude in der 
Kanzleistraße. 1818 wurde eine, schon 1820 nach Hohenheim verlegte forstschule, 1821 die Cier- 
arzneischule, 1^829 eine Kunst- und Gewerbsschule errichtet, letztere 1838 erweitert, 1840 zur Poly 
technischen Schule erhoben, von dieser 1845 die untern Klasten als Oberrealschule getrennt. 1845 
entstand die Baugewerkschule, 1847 die Bürgerschule, 1850 ein bis 1861 bestehendes Christliches 
Privatgymnalium, 1854 die gewerbliche fortbildungsschule, 1857 das Konservatorium für Mustk. 
ölie überall, und wohl noch mehr als in den meisten größeren Städten Deutschlands, hat 
in diesem Zeitraum, zumal nach der Revolution von 1848, das kirchliche Leben in Stuttgart 
sich reicher und mannigfaltiger als zuvor entwickelt. Clnd zwar, dem schwäbischen Charakter und 
dem Bildungslauf der württembergischen Cheologen entsprechend, ohne schroffe Gegensätze und 
gehässige Kämpfe oder gar Spaltungen, friedlich haben durch die 3ahrzehnte nebeneinander die 
Vertreter der strengeren und der milderen Richtung, des Pietismus und einer vermittelnden 
Rheologie, im Segen gewirkt: hie Dann, beide Hofacker, Knapp, Kapst: hie Seubert, Schwab, Klemm, 
Grüneisen, Gerok. Bis vor der Enthüllung des Schillerdenkmals einige Stadtgeistliche gegen 
das Geläute der Glocken öliderspruch erhoben, hielt Schwab die festrede am Denkmal und er 
teilte das Konsistorium die Srlaubnis zum Läuten. 3n den Sagen der Schillerfeier 1859 brachte
	        

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