Full text: Geschichte der Stadt Stuttgart

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«z- Gespickte der Stadt -H» 
Saatsmänmr, Parlamentarier, Rechts- 
gelebrte, Publizisten. 
■pessler, Johann, Kanzler, 1543—72, gestorben 21. sßärj 
1572. 
jvjünsinger v. frundeck, Joachim, Sohn des 
Kanjlers, Jurist, ßrofellor in freiburg, Reicbshammer- 
geriebtsrat, Ranzier in Braunsckweig, iz. Rugust 1517 bis 
3. Mai 1588. 
Sntzlin (Enslin), Matthäus, Gebeimer Rat, geboren 
15 . ., „den 22. Dovembris 1613 zu Drack auf dem Markt 
decoliiert". 
Varnbüler von und zu Remmingen, Johann Ronrad, 
Rofgericktsbeisitzers Lobn, Gekeimer Rat, als Gesandter 
beim Rbscklutz des Kleltfälilchen Friedens der Retter des 
Landes, 2g. November 1595 bis 10. Hpril 1657. (Rofpital- 
hirche.) 
jvioser, Johann Jakob, Expeditions- und Recknungs- 
rats Lobn, Landsckaftskonsulent, als solcher von Rerzog 
Rarl fünf Jahre eingekerkert, Staatsrechts- und Völher- 
rechtsautorität, 18. Januar 1701 bis 30. September 1785. 
Seit 1867 beißt die Moferstrasze nach ihm; feine 1885 
dort ausgestellte Bülte jetzt im Rathaus. Ruck sein Sohn 
priedrieb Karl Freiherr 
v. Jtloscr, landgrällick hesliscker Minister, kaiserlicker 
Reickshofrat, politiscker und religiöser Sckriftlteller, ist hier 
geboren 18. Dezember 1723, gestorben in Ludwigsburg 
11. November 1798. 
Hutenrietb, Jakob Friedrich, herrsckaftlicken Zahl 
meisters Sohn, zuletzt Geheimer Rat und Direktor der 
Rentkammer. 22. März 1740 bis 28. März 1800. (Roppen- 
laufriedhof.) 
Georgii, Eberhard friedrick, Generalmajors Sohn, 
Führer im Rampf für die alte Verfassung, zuletzt Präsident 
des Obertribunals, 18. Januar 1757 bis 13. Rpril 1830. 
Sein Raus mit Gartenkegelbahn, Bücksenstratze go, war 
der Sammelplatz vieler der besten Männer Stuttgarts vom 
Rnfang des 14. Jahrhunderts. (Roppenlaufriedhof.) 
Klüpfel, Reinrick Emanuel, Rospitalpflegers Sohn, 
Bürgermeister und Vertreter der Stadt im Landtag, zuletzt 
Obertribunalrat, ig. Juli 1758 bis 31. Dezember 1823. 
Ihm ist llhlands Gedickt: Rm 18. Oktober 1815 — Die 
Scklackt der Völker ward geschlagen, gewidmet. 
Ccmpp, Rlbreckt friedrieb, Reckenbank- und Tutetar- 
rats Sohn, zuletzt in der Zeit des Verfatsungsltreits 
Geheimer Rat, 19. Hpril 1763 bis 23. Januar 1819. 
(Roppenlaufriedhof.) 
ßartmann, Rugult, Rentkammerrats Sohn, zuletzt 
Geheimer Rat, Präsident der Zentralleitung des Hlobl- 
tätigkeitsvereins, sowie der Zentralstelle für Candwirt- 
sckaft, Gewerbe und Randei, 5. Oktober 1764 bis 4. Rpril 
1849. Jn seinem und seines Schwiegersohns, Professor 
Reinbecks Raufe, friedrickstraße 14, „spielte fick lange 
Jahre ein beträcktlickes Stück sckwäbiscken Geisteslebens 
ab"; dort hatte der Dickter Lenau von 1832 bis 44 immer 
wieder sein Rbsteigequartier. (Roppenlaufriedhof.) 
JVIobl, Benjamin Ferdinand, Rechnungsrats Sohn, 
Vater der vier unten zu nennenden Brüder Mohl, zu 
deren Gedächtnis wir feit 1902 eine Mohistrasze haben, 
zuletzt Staatsrat und Präsident des Konsistoriums, 
4. Januar 1766 bis g. Rugult 1845. (fangelsbacbfriedbof.) 
Varnbüler, von und zu Remmingen, Karl freiberr, 
Majors Sohn, Landtagsabgeordneter, finanzminister 1827 
bis 32, Vater des späteren Ministerpräsidenten und Ver- 
kehrsministers, 12. Rugult 1776 bis 27. Hpril 1832. 
Bckmidlin, Christoph Friedrich, Sohn des Rektors 
am Gymnasium, Minister des Innern sowie des Rircken- 
und Sckulwesens 1821—30, Vater des Präsidenten Eduard 
Sckmidlin und des Dickters Karl Sckmidlin, 25. Rugult 
1780 bis 28. Dezember 1830. (fangelsbackfriedhof.) 
Kölle, Christoph friedrick Karl, Sohn des Cübinger 
Bürgermeisters, Geheimer Legationsrat, Publizist, den 
Lesern Rebels als der „Rdjunkt des Rausfreunds" be 
kannt. 11. Februar 1781 bis 12. September 1848. 
(Roppenlaufriedhof.) 
jtJurfckel, Rlilhelm, Konditors Sohn, Recktskonsulent, 
Mitglied des frankfurter Parlaments, Rbgeordneter für 
Stuttgart zur ersten Landesversammlung von 184g, wie 
vorher und nackher für mehrere Bezirke, Kammerpräsident 
1848—49, 13. September 1795 bis 17. Januar 1869. 
(Roppenlaufriedhof.) 
Kolb, Gustav, Goldschmieds Lohn, Rauptredahteur 
der Rugsburger Rllgemeinen Zeitung, 6. März 1798 bis 
16. März 1865. 
JVIobl, Robert, der älteste der vier namhaften Söhne 
Benjamin ferdinand Mohls fl. 0.), Recktslehrer in 
Tübingen und Reidelberg, Mitglied des frankfurter Par 
laments und des Reichstags, Reicksjustizminister, badischer 
Gesandter am Bundestag und in München, 17. Rugult 
1799 bis 5. November 1875. Das Geburtshaus der 
Brüder Mohl ist das einst Hutenrietbjche, jetzt Bau- 
meilterscke, Bücksenstratze 8. 
pflzer, Paul, Sekretärs, spätern Obertribunaldirektors 
Sohn, „der Seher des neuen Reickes", 12. September 1801 
bis 30. Juli 1867. Pfizer war, nackdem er frühe den 
Staatsdienst verlassen, 1846 in den städtischen Dienst als 
Justitiar getreten, wurde 1847 Ehrenbürger der Stadt, 
1848 Kultminister, auch Rbgeordneter für Stuttgart zum 
frankfurter Parlament, welche beide Stellungen er als 
bald wegen Krankheit aufgeben mutzte; zuletzt Ober 
justizrat in Tübingen. Seit 1898 eine pfizerltratze. 
JVIobl, sllorij, Roberts Bruder, kurze Zeit als Kameralist 
im Staatsdienst, dann Landtags-, frankfurter Parlaments-, 
Zollparlaments- und Reickstagsabgeordneter, Sckriftfteller 
über volkswirtsckaftlicke fragen, 9. februar 1802 bis 
18. februar 1888. (Pragfriedhof.)
	        

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