Full text: Die östlichen schwäbischen Landesteile (1)

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keit, waß ein anderer söldner hat. Item er meßner hat auch von 
der gemain alle jar von einem hauß ein laib brod, darunder herrn 
Bernhard Müllers guet auch so wol alß andere begriffen. 
Item Peter Schmidts hof soll alle jahr den hummeloxsen 
halten, und darf im winterfeld laufen biß uff St. Georgen tag und 
im sommerfeld biß uff Johanni, und soll der oxß gefüert werden 
biß in die holzgaß, dann zum Hanß Galler und uf die Linden wie 
das veld ligt. 
Item es mag auch niemand einer gemeind uff ihre gründ 
10 treiben, er sey wer er wöll, alß die gemain allein hat die waid 
zu suechen uff ihren gründen. 
Item ain paur darf an schaafen außtreiben 12 stuck und ein 
ranen, ein söldner aber 8 stuck und auch ein ranen. Item Peter 
Schmidts hof ist auch schuldig zu halten ein schweinsperen und 
15 ein antrech oder antvogel. 
Item wann einem ein stuck vich drey tag vor der pfriendt 
außgetrieben wurde, so ist solcher daß hürtengelt schuldig. Item 
die walckmühl gibt järlich wegen der waid uff der Egerwiß am 
ostermontag einer gemain zu vertrinken 1 reichsdaler. 
Item uff der walckwaid hat der hirt von Nehermemingen, 
wann er nach dem ohmet am ersten vor dem zue Uzmemingen 
darauf kombt, 3 tag macht darauf zue hüeten, wann aber der 
von Uzmemingen vorkombt, darf der ander selben herbst gar nit 
mehr darauf. 
Item im gemeinen krautgarten mag ein jeder unden und 
oben an seinem krautbeth das graß mit der sichel hinwegschneiden, 
aber mit der seges soll nichts abgemacht werden, alß der fiuer 
hat macht das seinige abzumehen. 
Und dann letstlich welcher underthan roß helt, aber kein 
30 hof oder lehen hett, solle gleichwol den hürtenlohn von ‚solchen 
roßen geben. 
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