Volltext: Die östlichen schwäbischen Landesteile (1)

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2, Dalkingen. 
In Dalkingen, 5,8 km südsüdöstlich Ellwangen (jetzt 
OA. Ellwangen ), stammt der Ellwangische Besitz namentlich von 
den Herrn v. Schwabsberg, ellwangischen Truchsessen, seit dem 
15. Jahrhundert allmählich erworben. Ausserdem behauptete 
das Spital Dinkelsbühl Besitz. 
Ordnung. 
17. Jahrh. 
Aus einer Hs. des 17. Jahrh., 1 Bogen, Fol, im K. Staatsfilialarchiv. 
ol Zue Dalckingen haben dise herrschaften bürger und under- 
thanen: Erstlich mein gned. herr, der probst zu Ellwangen, vol- 
gendes ein ehrwürdig capitul daselbsten, auch die herrn von 
Dinckelspühl und das Teutschordenshaus Kapffenburg. (NB. der 
Teutschorden hat sein allda gehabte underthanen gegen der 
15 fürstl. probstey Ellwangen ao. 16[73] ausgetauscht.) 
Die hohe obrigkeit gehört in und ausserhalb etters ohne 
mittel der probstey Ellwangen, auch in allen häusern. Wann 
aber auf der gemeind innerhalb des dorfs waß gefrevelt, so nit 
malefizisch, haben ein probst die zwen thail und ein capitul 
2% den tritten thail, wie die pauren sagen, eß wöllen aber gedachte 
herrn deß capituls ausserhalb etters auf Dalckinger gemäind so 
wol alß auch innerhalb an der kleinen frevel den tritten thail 
zu haben; stehet bey ferner bericht. 
| Sonsten so hatt ein jede herrschaft auf ihren güetern oder 
25 häusern und derselbigen hofraihte und nit weiter zu straffen, 
wovern es nit malefizisch. 
Der hürtenstab gehört einem probst zu Ellwangen. 
Wann dann allda zu undergehen, wurdt dieser brauch allda 
gehalten: erstlich verbeuth der pröbstl. schultheiß den undergang‘; 
3 wann dann an undergänger mangl und man andere einen oder 
ebendaselbst: So sind daz die frondienst oder die gesetzten dienst: die burn 
geben gelt dafür wie daz by den gülten stat. Bei den einzelnen Gütern heisst 
68 dann „aber 1 guldin für frondienst“.
	        

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