Halle an, in deren Axe ıdie dreiarmige Haupttreppe liegt. Diese führt im
2. Stock auf ‚die Axe des Hauptsaals. Dass man hier nicht zuerst den
Vorsaal trifft, mag infolge der ansehnlichen Breiten der Korridorhalle weniger
auffällig erscheinen. Die Haupttreppe endigt im 2. Stock, an ihre Stelle tritt
eine hier beginnende besondere, gegen die Eichstrasse liegende Nebentreppe.
Zwei weitere Nebentreppen sind als Wendeltreppen in die hinteren Ecken
des Hofes gelegt. Für zweckmäfsig verteilte Aborte in genügender Zahl
ist gesorgt.
Zu bemängeln ist die Unterbrechung des Korridors im 3. Stock, wo
die Säle des Tiefbauamts und die Bauregistratur die ganze Trakttiefe einnehmen,
um der im Programm verlangten Grundfläche zu entsprechen.
Von den Sälen hat nur der Hauptsaal die Höhe von 2 Geschossen,
die Höhe der Nebensäle mit nur 4,80 m im Licht ist zu knapp bemessen,
Die Fassade zeigt bei günstiger Massenverteilung gotische Formen in
freier Verwendung von Motiven der deutschen Frührenaissance. Im dekorativen
Schmuck ist in anerkennenswerter Weise nicht über ein mit reiflicher
UVeberlegung gewähltes. Mafs gegangen.
Entwurf No. 137. Motto: „Moi’m Stuagert“.
Durchaus glückliche Grundrissdisposition. Als Vorzug wird zunächst
bezeichnet, dass keine Freitreppe vor dem Hause liegt, sondern dass die
Stufen, die zur Höhe des Parterre führen, in der Vorhalle angeordnet sind.
Die innere Haupttreppe, die räumlich sehr vornehm bemessene, gut beleuchtete
Rathausdiele und sämtliche Repräsentationsräume liegen an den richtigsten
und bevorzugtesten Stellen untereinander in gutem Zusammenhange.
Sehr gut zur Haupttreppe und ebenfalls an bevorzugter Stelle, am
Marktplatze, liegt das Zimmer des Oberbürgermeisters, benachbart das des
Gemeinderates, Korridore, Treppen und sämtliche an den Aussenfronten
belegenen Bureaulokalitäten sind durch grosse Fenster gut beleuchtet.
Es ist nur ein Nebeneingang vorgesehen, der aber zweckmäfsig liegt.
Die Zuhörergalerie des Sitzungssaales, an sich reichlich gross bemessen, wird
von der Haupttreppe aus begangen.
Die Aussenarchitektur ist in sparsamer, aber in eigenartiger Weise gedacht.
Ein übertriebener Reichtum rein dekorativer Zierformen tritt nirgends
in den Vordergrund. Der Turm steht für die Erscheinung des Hauses am
Markte an der richtigen Stelle. Sich anlehnend an gegebene Vorbilder
früherer einheimischer Bauweise zeigt er eine schlichte, aber sehr charakteristische
Silhouette. Zu den in farbigem Werkstein gedachten Architekturformen
stehen die geputzten Wandflächen in einem angenehmen Gegensatze.
Da aber der koloristische Reiz der Fassaden in eben diesem Gegensatze
von Putz- und Werksteinbau liegt, so wäre eine Ausführung ganz in Werkstein
nicht von gleicher Wirkung.
Putzbau lässt sich aber nicht rechtfertigen.
Entwurf No. 171. Motto: „1|V. 95“ (in blauem Kreis).
Der Bauplatz ist gegen die Metzgerstrasse rechtwinklig abgeschnitten,
wodurch die Grössenverhältnisse des Hofs beeinträchtigt werden.
Neben der Einfahrt in den Hof von der Metzgerstrasse aus sind in