Full text: Das Remstal, das Land am mittleren Neckar und die Schwäbische Alb (2)

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20. Wann ain müller ainem ain sclieffel kern gerbt, gehert im 
ein fierthel, so er aber mellt, gehört im ain halbs simerin. 
21. Die müller sollen schwein haben vier in der steigen und 
vier uff der almeind und nit mer. 
6 22. Ain müller mag halten zehen genns, dreissig liiner und 
vier kopen *) und nit mer. 
23. Item wann ein müller ein son hat, sol er in dem ampt- 
mann jars äinmal schicken. 
24. So der müller die gerbmüle hat, so soll er die mile mit 
10 speuile beschiten, bis das es herüber lauft. 
25. Wann der müller die mallmülle hat, sols der müller mit 
byllmell beschiten oder seins körn und so er ausmellt so[ll] er hinauß 
gehen und drei straichen an die zarga thun. 
26. Die müller sollen das körn in müle hollen und auch das 
15 mell oder kern und spruwer wider haimzufüeren schuldig sein. 
27. Item die bauren sollen denen müllern das wasser zu 
denen diennen Zeiten lofen Ion. 
Die becken. 
28. Wann die becken in der wochen bachen, so sollen sie 
20 dennen brotbesehern ansagen und die brotbeseher alle suntag das 
brot besehen und in der wochen auch und soll der b^k das brot 
was er bacht sehen lonn. 
29. Item 2 ) es sollen auch die becken nit allein das Weißbrot 
gehörter maßen ze bachen, sonder auch die ruckin laib dem ge- 
25 wicht nach zu bachen und das besichtigen zu lassen schuldig und 
verbunden sein bei aufgesetzter straf wie sollichs die beckenord- 
nung vermag. 
30. Item so ainer an ain feirabet, Samstag zu nacht oder 
Jarsnacht in unserm ganzen zehenden jeder dem andern das 
30 wasser nempt, so man die erste glocken verleit, nit loufen last, 
ist zu straff verfallen 4ß. 
Die rugungen. 
31. Wann ainer im wald zu schaden hawt oder holz nempt, 
ist die straff 1 S, ain frembder verfalt 1 g 5 ß. 
32. So einer im wald mit dem füch hiet unerlopt, zu straff 
') = kapaunen. 
2 ) Der Art. ist von einer wenig späteren Hand nachgetragen.
	        

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