Full text: Das Remstal, das Land am mittleren Neckar und die Schwäbische Alb (2)

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schuldig, wa aber die kinder, der pfieger, amptman und gericht 
deß nit begern, so bedarf daß beliben ehegemächt nit tailen und 
bei dem gut bleiben sitzen. 
3. Uhingen. 
5 Zu U. hat es verfangenschaftrecht, wirrt gehalten aller gestalt 
wie zue Göppingen 1 ). 
4. Schlierbach. 
Zu Schlierbach wirrt es also gehalten: so ain ehegemecht 
vom andern abstiirpt und kinder hinder ime verlaßt und sich daß 
io lebenpliben wider verheurath, so hat der mann verfangenschaft 
recht und daß weib tailungsrecht, wirt gehalten wie zue Heiningen 
und hievor steet. 
5. Reichenbach. 
Zu Reichenbach hat es den gebrauch: so ain ehegemecht 
15 vom andern todes verschaidt und kinder hinder ime verlaßt und 
daß lebenpliben sich wider verheurath, dasselbig ist uf erforde- 
rung zu thailen schuldig und mögen die kinder daß beliben zur 
tailung dringen, aber die eitern die kinder nit, gleichergestalt, 
wie zue Eberspach. 
20 6. Faurndau. 
Zu Faurndau hat es verfangenschaftrecht, wird allermaßen 
gehalten wie zue Göppingen. 
7. Hochdorf. 
Zue Hochdorf würdt es also gehalten: so ein ehegemecht 
25 vom andern tods absehaidt und eheliche kinder verlasst und daß 
lebenpliben ehegemecht sich wider verheurat, so hat der mann 
verfangenschaftrecht, bedarf nit theilen, aber daß weib hat thei- 
lungsrecht, doch so ambtman und gericht erkennen, das es den 
kinder besser wer, das die muetter nit theilen soll, so nuieß sie 
30 auch verfangenschaftrecht gebrauchen. 
8. Hohenstaufen. 
Zue Hohenstaufen hat es verfangenschaftrecht, würdt ge 
halten allermaßen wie zue Göppingen. 
') Daselbst bestand reines Verfangenschaftsrecht.
	        

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