Full text: Das Remstal, das Land am mittleren Neckar und die Schwäbische Alb (2)

667 
8. Spielen. 9. Schwören. 10. Schwören rügen. 11. Maß und Gewicht. 12. Bürg 
schaften. 13. Zinspflichten und Lehensempfang. 14. Untergang. 15. Bäume 
pflanzen. 16. Bäume abhauen. 17. Gemeiner Hau. 18; Ansang. 19. Fremdes 
Vieh. 20. Egerden, Neubrüche und Gereut. 21. Beschädigungen bei Tag. 22. Ile- 
5 Schädigungen bei Nacht. 23. Schaden durch Tiere. 24. Hühnerdiebstahl. 25. Feuer 
polizei. 26. Gastungen. 27. Fastnachtsgebräuche. 28. Weihnachtsgebräuche. 
29. Anüach schneiden und in das Weisch treiben. 30. Gnade. 31. Haimsüche. 
32. Huldigung. 33. Großer Frevel. 34. Kleiner Frevel. 35. Unrecht. 36. Für- 
gebott. 37. Bügen am Vogtgericht. 38. Einnahmen der Gemeinden. 39. Verbot 
10 des Waidwerlcs. 40. Gassen gehen. 41. Änderungen der Ordnung. 
V 
Wir Jorg 1 ) abt zu Zwyff'altn setzen und gebieten diß nach- 
geschriben Ordnung, puncten und artickeln und ist unser ernstlicli 
mainung, das die jetzo lind hienach gehalten werden von allen 
unsern aigenlüten und ouch von allen denen, die wir mit thür 
15 und thor beschliesen, die unser inwoner sind, es si hftber, seldner, 
lechner, dienstlut, jung oder alt, und och allen den, so von uns 
bevogtet sind, bi den nachgeschriben fräveln und penen in aller 
der maß als ob wir die ainem iegkliclien under ougen verklindten, 
sollichs wir angesehen honnd uff aller lieben hailigen tag nach 
20 Cristi Jhesu unsers lieben herren gepurt da man zalt 1479 jar. 
1. Item zürn ersten gebieten wir allen unsern und unsers gotz- 
huß aigen luten wie ob steet so gut sind zu der gewer uff den 
aid, wann si horten stürmen oder ain geschrai ieder sinem ampt- 
mann zftzeloufen oder sinem verweser und dem witer gehorsam 
25 ze sind nach seinem enschaid. 
2. Item wenn ain uffrur oder gelöff in unsern zwingen und 
bennen ufferstünd und beschäch, so soll jedermann was zu sinen 
tagen komen ist, gelopt und geschworen hat, bi dem aid ziiloufen 
lind welcher der erst ist ungevarlich sol gewalt haben, die lut 
30 zfi friden zft recht und das von stunden an dem amptmaun oder 
sinem verweser sollichs fürbringen, der soll dann die so sollich 
uffrür und gelöff gemacht, daran schuldig wären, zft recht in unser 
gericlit, darinn das beschehen war, der frävel halb annemmei^ 
si lausen schweren oder loben und es möcht sollich sacli sin 
3i) sollich lüt mit gewalt annemen und uns oder unserm vogt ant- 
wlirten nach gestalt der sach. 
3. Item wir gebieten allen unsern aigen lüten, si sien jung 
oder alt, frauen, tochtern, mannen, knaben, das sich dhains 
understand, sin lib noch gfit unserm gotzhuß zft empfremden noch 
') Abt Georg II. Fischer 1474—1öl4.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.