Full text: Das Remstal, das Land am mittleren Neckar und die Schwäbische Alb (2)

(Einleitung. 
Bas Herkunftsgebiet. 
ln unmittelbarem Anschluss an das Gebiet, dem die 
Gmünder und Rechbergischen Rechtsquellen am Schlüsse des 
1. Bandes entstammten, bringt der vorliegende 2. Band zuerst 
Rechtsquellen aus dem westlichen Remstal bis zur Einmündung 
der Rems in den Neckar und aus der Landschaft auf den 
Höhen zu beiden Seiten, dem Welzheimer Wald und dem Schur 
wald. Hier lagen das altwürttembergische Kloster Adelberg 
und die Ämter Schorndorf, Winnenden und Waiblingen. 
Von der Remsmündung neckaraufwärts haben wir in 
der mittleren Neckarlandschaft die altwürttembergischen Ämter 
Cannstatt und Stuttgart, das Kl. Denkendorf, die Ämter Göp 
pingen a. d. Fils, Kirchheim, Nürtingen, Neuffen; eingesprengt 
in dieses Gebiet hielten sich die Reichsstadt Esslingen mit 
ihren Spitaldörfern, mehrere ritterschaffliehe Herrschaften und 
die Reichsstadt Reutlingen mit einigen Dörfern bis zum An 
fang des vorigen Jahrhunderts. 
Aus dem Neckartal stieg die württembergische Herrschaft 
mit den Ämtern Urach und Münsingen auf die Schwäbische 
Alb, mit dem Kloster und dem Amt Blaubeuren griff sie ins 
Donaugebiet. Von den kleineren Herrschaften auf der Alb er 
warb Württemberg noch im 18. Jahrhundert Justingen und 
Grossengstingen. Die letzte, dem Grafen v. Helfenstein ver 
bliebene Herrschaft — Wiesensteig im oberen Filstal — war 
nach dem Aussterben der Grafen kurbagrisch geworden. 
An dem der Donau zugekehrten Albabhang lag das Ge 
biet der Abtei Zwiefalten, in den einzelnen Dörfern der Gegend 
waren Mitglieder der Reichsritterschaft, der Deutschorden, 
Klöster, Ulmer Stiftungen und Patrizier, der Ehinger Spital 
berechtigt.
	        

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