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näher befreunden konnte; da aber die Frage nach der ersten „Ent-
dedung der Seele“ no< heute Interesse erregt, so mögen meine Auf-
zeihnungen von damals nicht länger der Welt vorenthalten bleiben.
Was zunächst den roten Republikaner, Preußenfresser und Ultra-
Ultramontanen “ örres anbetrifft, so war derselbe gewiß ein sehr
wund-rlicher Heiliger, aber seine Theorie vom Heiligengeruch beruht
auf eine“ 1-*t alten Geschichte. Aus einer Stelle des Propheten
Jesaia:3 “ - == "“hatte man nämlich geschlossen, der Messias werde,
wenn komme, sein %ihteramt ausübe 1, niht nach dem, was seine
Auc “4, go 2 seine Thren "örten. sondern er: werde Gerechte und
Un: - «nach ihrem Geruche unterscheiden. Als nun im
zwein vunb.xt unserer Zeitrehnung ein jüdischer Betrüger, Bar-
co mit dom *'grgeben auftauchte, der wahre Messias zu sein,
uns 2 “ 'ondung unter anderm durch Feuerspeien zu be-
glaub. 23...“ " meinte der weise Ben Akiba -- sehr unähnlich
feinem fannt“ :?amensvetter aus dem „Uriel Akosta“ =-: so was
iet ne nicht dagewesen, und hier wäre endlich der lang erwartete
PMossius erschienen. Aber die übrigen Juden, so meldet eine rabbini-
sche Sage, seien weniger leichtgläubig gewesen und hätten ihm, um
seine Messia8-Natur zu erproben, einige rechtliche Leute und etliche
Verbr-Hher vorgeführt, die er nach ihrem Geruche unterscheiden sollte.
Und ** er dies -nicht vermochte, so hätten sie ihn umgebracht. Allein
die“ jichte weiß, daß er einen mächt*32n Anhang fand und eine
xo? „awwörun - anzettelte, bei deren Niederwerfung im achtzehnten
3% 7 jahre “adrians neben vielen tausend anderen Juden auch
Ware * umfam. Es war dies. erst 9'2 wahre Zerstörung Jerusa-
(ems, 1 dem (rdboden gleich ema. wure-.
TI Ton kalen einige Geschich? -xschr, wie z. B. Noldius
insseinem“... .:. rita et gestis 1 *rovum an dzr jüdischen Sage
fe, * galten und € "2mmen. daß der boi dem letßterwähnten Auf-
stand? um“ mme“ arcochebas einen gleichnamigen Vorgänger unter
Titus 9 *. >wi 1 dem Mißlingen der Messias-VBrobe umgebracht
word“ ) * ebrigons hat man eine ähnliche Verfeinerung des Ge-
ruch“ ms, wie er in dieser Sage vorausgeseßt wird, vielen Personen
dor Smit kon, jüdischen und dristlichen Welt nac<hgerühmt. Hierher
2 >» %v “hichte, welche man von der Scharfsinnigkeit des Demo-
fr = 7 dur“ die es einst den großen Arzt Hippokrates in
E Zl “4 haben soll. Hippokrates war bei ihm zu Besuch
un.d man ti Milch auf. Demokrit erkannte alsbald, daß die Mil<
von einer schwarzen Ziege herrührte, die erst einmal Junge gehabt,
was fich bestätigte. Aber was den großen Arzt noh mehr erstaunte,
war, daß der Weise eine weibliche Person, die mit ihm kam, den ersten
Tag richtig als Jungfrau und den zweiten Tag als Frau begrüßte.
*)7 /Män vergleiche den" Artikel"), Barcohebas" ba! Bäyle