Full text: Abhandlungen

Bemerkungen über Einwendungen gegen meine Theorie. 157 
Ich meinestheils, gebe mich in Betreff des Erfolges einer 
etwaig weiter fortgesetzten Debatte über diesen Gegenstand 
keinerlei [218] Illusion hin. Ich bin vielmehr sehr überzeugt, 
dass es mir mit jenen Gründen, welche ich vorzubringen habe, 
nicht gelingen wird, den Herrn Gegner, falls er nicht vielleicht 
jetzt schon die Richtigkeit meiner "Theorie innerlich ahnen 
sollte, von der völligen Unhaltbarkeit seiner Einwendungen zu 
überzeugen! — Es kann daher auch nicht die Absicht meines 
heutigen Vortrages sein, auf eine eigentliche Erwiderung der 
einzelnen Punkte seiner beiden letzten Vorträge, deren Druck- 
legung ja überdies erst abgewartet werden müsste, einzugehen, 
so viele Lust ich auch sonst hierzu in mir verspürte! — Der 
vorzugsweise Zweck meiner heutigen Mittheilungen ist vielmehr 
der, die hochverehrte Classe und das verehrliche wissenschaft- 
liche Publikum über den eigentlichen Stand dieser Angelegenheit, 
in so weit ich es vermag, aufzuklären, die Hoffnungslosigkeit 
zu einem bestimmten Ziele zu gelangen, darzulegen, und das- 
selbe die Gründe theils wissen, theils ahnen zu lassen, die 
mich bestimmen, diese Discussion meinerseits abzubrechen. — 
Mein Vortrag ist daher nicht sowohl für den Herrn Gegner 
als vielmehr und zwar vorzugsweise für die verehrlichen An- 
wesenden bestimmt! — Diesen in meinen Augen nicht un- 
wichtigen Zweck glaube ich nun am einfachsten zu erreichen, 
wenn ich nachfolgende drei Fragen zu beantworten versuche, 
nämlich: 
1. Was ist denn der eigentliche Gegenstand der gegen- 
wärtigen Debatte, von welchem Gesichtspunkte aus wurde 
dieselbe gleich vom Anfang an gegentheilig aufgefasst, 
und bis zu welchem Punkte ist die Controverse über ihn 
bisher gediehen? 
92, Mit welchem Rechte konnte man unter den obwaltenden 
Umständen diesen Gegenstand überhaupt einer wissen- 
schaftlichen Controverse unterziehen? und 
3. Wann nur kann diese wissenschaftliche Debatte als in 
würdiger Weise beendigt und als vollends ausgetragen 
angesehen werden? 
Und nun zur Beantwortung der ersten Frage: — Der 
Herr Gegner ist bei Gelegenheit einer allgemeineren Unter- 
  
  
 
	        

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