Full text: Abhandlungen

Anmerkungen. 167 
spricht, legt er den Worten offenbar eine andere Bedeutung 
bei, als wir es jetzt tun. In Wirklichkeit stellt er sich das 
Spektrum eines Sternes als kontinuierlich vor, und zwar nimmt 
er stillschweigend an, daß es, wenn der Körper ruht, keine 
andern als sichtbare Strahlen enthält. Rücken nun infolge 
einer Bewegung sämtliche Strahlen in dem Spektrum nach einer 
bestimmten Seite hin, so werden auf der‘ einen Seite einige 
chtbare Spektrum verlassen, während am andern Ende 
ein Teil des Spektrums von Strahlen entblößt wird. Hierdurch 
entsteht, bei genügender Vergrößerung oder Verkleinerung der. 
hwingungszahlen, eine Änderung der Gesamtfarbe, und zwar 
dies der einzige Grund für eine solche, wenn‘ in dem 
ursprünglichen Spektrum die Lichtstärke derart verteilt wäre, 
ß in dem nicht verdunkelten Teil an jeder Stelle die Inten- 
t vor und nach der Verschiebung dieselbe wäre. Ist diese 
x nicht erfüllt, so komplizieren sich natürlich die 
B. würde ein Lichtmaximum im Spektrum 
s oder links wandern, was an und für sich eine 
der resultierenden Farbe zur Folge haben würde. 
zieht dies in Betracht, obgleich er sich in ziemlich 
unklarer Weise ausdrückt (siehe S. 11). 
Ist die Translationsgeschwindigkeit groß genug, so könnten, 
Doppler bemerkt, alle Strahlen.das sichtbare Spektrum 
verlassen, so daß der Himmelskörper völlig unsichtbar würde. 
s braucht kaum g t zu werden, daß man zu ganz 
andern Schlüssen geführt wird, sobald man annimmt, daß das 
ursprüngliche Licht von ultraroten und ultravioletten Strahlen 
begleitet ist. Während am einen Ende Strahlen aus dem sicht- 
baren Spektrum geschieden werden, treten dann am andern 
neue in dasselbe hinein. Einen Teil, wo das Licht fehlt, gibt 
es in diese nicht; und die Änderung der Farbe hä ingt 
gänzlich von der Verteilung der Intensität in dem sichtbaren 
und unsichtbaren Spektrum ab. 
Als Doppler seine Abhandlungen schrieb, waren die ultra- 
  
  
  
  
das 
  
  
    
   
    
  
   
    
  
  
    
       
   
        
       
    
   
   
  
roten und die ultravioletten Strahlen längst bekannt; an die 
ersteren, die Melloni ausführlich untersucht hatte, hätte er jeden- 
falls denken können. Jedoch tat er dies nicht, und erst als 
Buys Ballot ihn auf diesen Punkt aufmerksam gemacht hatte, ist 
auch bei Doppler von den ultraroten Strahlen die Rede (8. 90 
und 91) Eı glaubt, in seinen Betrachtungen von ihnen ab- 
    
weil ihre Intensität zu klein sei, eine Auf- 
durch einen ziemlich sonderbaren Angriff gegen 
  
  
 
	        

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