Full text: Abhandlungen

  
  
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170 Anmerkungen. 
8) Zu S. 36. In dem in Fig. 2 vorausgesetzten Fall kann 
der Strahl nicht, wie Doppler es zeichnet, zwei Inflexions- 
punkte haben; er ist an allen Stellen gegen den Mittelpunkt hin 
konkar. 
9) Zu S. 37. Wenn Doppler in den nächsten Paragraphen 
von der Fortpflanzung eines Lichtstrahls in einer Planetenatmo- 
sphäre spricht, so stellt er sich vor, daß, ebenso wie die Gase 
dieser Atmosphäre, auch der in ihr enthaltene Äther an der 
Rotation des Planeten teilnimmt. Er war sich darüber klar 
(vgl. S. 48, unter 9), daß es auf den Äther ankommt, und 
daß die rotatorische Ablenkung nicht hestehen würde, wenn 
dieses Medium stillstände. Jetzt, da wir 6 Gründe haben, 
letzteres anzunehmen, haben die von Doppler im weiteren Ver- 
laufe seiner Abhandlung gezogenen Schlüsse ihre Bedeutung 
größtenteils verloren. 
Übrigens hat er bei seiner Berechnung der rotatorischen 
Ablenkung einen Punkt übersehen. Man kann sich vorstellen, 
daß der einen Himmelskörper umgebende Äther bis zu einer 
gewissen Höhe mitrotiert, derart, daß die Geschwinc Jigkeit des 
Äthers bei wachsender Entfernung von dem Körper kontinuier- { 
lich abnimmt; es ist z. B. denkbar, daß jede mit der Ober- 
fläche des Körpers konzentrische Schicht als Ganzes mit eineı 
Winkelgeschwindigkeit sich dreht, die nach außen hin allmäh- 
lich auf Null herabsinkt. Diesen allgemeinen Fall, der etwas 
verwickeltere Rechnungen erfordern würde, hat Doppler indes 
nicht behandelt. Er beschränkt sich auf die Betrachtung einer 
kugelförmigen Ätherhülle, die mit einer allen ihren Teilen ge 
meinsamen Winkelgeschwindigkeit rotiert, während der äußer« 
Äther völlig in Ruhe bleibt. In diesem Falle erleiden nun 
aber die Lichtstrahlen eine von Doppler unberücksichtigt g« 
lassene Richtungsänderung an den Stellen, wo sie in die Hülle 
hineintreten und sie verlassen; Größe und Sinn dieser Ände 
rung kann man entweder direkt aus den Bedingungungen an 
der. Diskontinuitätsfläche ableiten oder in der Weise, daß man 
sich zunächst die Geschwindigkeit der Ätherschichten kontinu- 
jerlich veränderlich denkt und nachher zu dem Grenzfall über- 
geht, in dem die Geschwindigkeit einen Sprung macht. 
Um die erforderliche Modifikation von Dopplers Schlüssen 
zu ermöglichen, erlaube ich mir, hier kurz einige Resultate 
anzuführen, zu denen ich in einer eben durch seine Abhand- 
lung veranlaßten Untersuchung über die Fortpflanzung von 
Wellen und Strahlen in einem Medium mit beliebiger Bewegung 
  
  
  
 
	        

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