Full text: Augsburg, Bd. 8 (1928 / 33)

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Diarium Paul Hektar Mairs von 1560—1563 
tuoch verprembt, aber der kelten halber mit wullem tuech überdeckt 
worden, nach disen send noch 3 wägen nachainander gefaren, die all 
drei wie der kinigin wagen mit samat bedeckt, auch also mit guldem 
und silberm tuech verprembt. nach disen 3 wägen ist noch ain 4. wagen 
gevolgt, der ist mit schwartzem tuech bedeckt und mit weißem und s 
gelbem tuech verbrembt gewesen, es send auch vor und neben der 
kinigin wegen 8 lagkaien und bei jedem wagen etlich Wagenheber 
gangen, die lagkaien send auch wie die des kinigs beklaidt. die fuer- 
leut und etlich Wagenheber send in schwartzen rocken, mit weiß- und 
gelbem wullentuech verbrembt, gewesen, aber die Pferdt, so an disen 10 
wägen gezogen, send nit in ainer ristung gewesen, nota: die gelben 
und weißen gebrem umb die samatin wagendecken send nit mit gul 
dem und silberm tuech, sonder auch nun mit gelbem und weißem 
samat verbrembt, doch an allen orten mit guldin und silbern schnieren 
umbneet gewesen, nach den 7 wägen send geriten 20 glidt hatschier, u> 
all mit leichtem harnasch mit iren knebelspießen, die sie in hülsen neben 
inen gefürt haben. 
Die reiter alle send hinauf bis gen sant Ulrich umb den Saltzstadel 
gezogen und shabenj an baiden seiten bis zum Tantzhaus* herab in 
der ordnung gehalten und auf Ir kön. mt. gewardt. 20 
Ms nun Ir kön. mt. under der stat himel bis zum Kaishaimer- 
hoff komen,daselbst die gantze clerisei, mit iren cöstlichen mendlen an 
gethan, auch der appt von sant Ulrichs und der weichbischoff^ in iren 
inflen — der weichbischoff mit ainem gülden creitz — aus Ir kön. mt. 
gewartet, da haben in die Herren vom Thumb und das capittel under 25 
irem himel empfangen, aber Ir mt. hat den Pfaffen gar kain reverentz 
ertzaigt, ist auch von seinem pferdt nit abgestanden, sonder gestracks 
under den himel gerückt, der himel ist von blauem atlaß gemacht, 
den 6 thumbherren getragen, und ander 6 neben inen zum umb- 
wechslen gangen. so 
Ms nun die kön. mt. zu der Thumbkirchen komen, ist Ir mt., auch 
die kinigin mit den kinigclichen kindern und irem frawenzimmer vor 
der kirchen abgestanden, da hat der weichbischoff vor der kirchen under 
der Porten Ire kön. mt. benediciert und Jrer mt. das gülden creitz 
1. Bei St. Moritz. 
2. Jakob Köplin. 
3. Michael Dornvogel, Weihbischof von 1554 bis1586. S.überihnA. Schröder 
im Archiv f. Gesch. des Bistums Augsburg, V (Dillingen 1919), S. 449 sf.
	        

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