Full text: Augsburg, Bd. 8 (1928 / 33)

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Bürger, mit nameu Georg Österreicher, Ludwig Neuhauser, Hans 
Memminger, die zwen» Hans und Claus Heckel, Bartolme Mair, den 
Axter und Urban Koch aus der stat gar ausschafsen lassen 1 , doch hat 
Ir kay. mt. fünf predicanten widerumb begnadet, nemlich her Johan 
Heinrich Heldt, Johan Meckhart, Johan Matsperger, Leonhart Bechlin 
und Wolfgang Engelschalck. ist inen befolhen worden, daß sie das wort 
Gottes nach vermug der augspurgerischend eonfession treulich lehren 
und predigen sollen». 
[168a] Volgt der römischen kaiserlichen Mt. Mandat der 
verenderung regiments und rats zü Augspurg fwegens, 
angeschlagen den 25. augusti a" 52c» 
Gedruckt bei Langenmantel, S. 153. 
a) „die Stoen“ fehlt 27. b) augspurgifchen, 26, 27. c) Dieses Stück steht in der 
Chronil aus Berschen des Autors weiter oben, an falscher Stelle und wurde von uns 
hier, wo es hingehört, eingereiht. 
1. Im „Fürtrag" f Großes Ratsbuch, Bl. 76a) heißt es: „Und wiewol ain 
sriedshandlung zü Passau abgeredt, bewilligt und angenomen lvere, also daß sich 
niemands ainicher Ungnaden hett zu besorgen, so hetten doch etliche der lay. mt. 
ankunst, welche doch in allen gnaden herzu genahnet, nit wollen erwarten, sonder 
weren also hinaus zogen; gleichwol möchten etliche ain schein sürgewendt haben, 
der doch im grundt nichts were und sovil zü verstehen gebe, daß dieselben aintweders 
ob der getroffen sridshandlung zü Passau oder ob der ordnung, die Ir mt. alhie 
sürnemen möcht, wenig tust oder gefallen trüegen. zudem möchten sich etliche zum 
marggraven oder andern des Frantzosen anhengigen begeben und eingelassen haben, 
daraus were Ir mt. bevelch, will und mainung, daß solche Personen dauß behalten 
und nimmermer hereingelassen, inen auch Weib und lind und anders, so sie hinnen 
haben, nachgeschickt werde; daß inen auch auferlegt werde, ire ligende gueter, so sie 
alhie haben möchten, in ainem halben jar zü verkaufen." — Namen wurden, wie man 
sieht, nicht genannt, und das veranlaßte den Rat, am 26. August in einer „Suppli- 
cation" <erhalten in der Lit.-S. des Augsburger Stadtarchivs) bei den kaiserlichen 
Räten um eine ,,8pecltication pewonarum" zu bitten, worauf am 30. August die 
im Text aufgeführten Namen bekanntgegeben wurden. So hatte es also bei dem 
Befehl des Kaisers sein Bewenden, doch wurden diese „Verbannten" — zuletzt Neu- 
hauser —, die bei dem Rate um Erlaubnis zur Rückkehr nachsuchten und versprachen, 
sich künftig „nach Gebühr zu halten", auf Fürsprache desselben vom Kaiser begnadet. 
Eine Ausnahme macht nur B.artolomäus Mayr und Georg Österreicher, die sich zu 
keinerlei Demütigung verstehen wollten und außerhalb der Stadt starben. 
2. Wortlaut des „Fürtrags": Diese fünf „möcht Ir mt., dieweil es zu sriden 
und rue des gemainen mans dienstlich sein möcht, wol gedulden, doch daß sie weiter 
nit, dann wie der passauisch fridstand vermöcht, schreiten, sonder bei dem inhalt der 
augspurgifchen eonfession bleiben sollen, daß sie sich auch in irem predigen schiedlich, 
zuechtlich und beschaidenlich halten und alles stumpfierens, schäntzicrens und aus- 
richtens gegen gaistlichen und andern enthalten." 
3. Inhalt: Wir haben die Regierung und Ordnung Rats und Gerichts, so wie 
wir diese im Jahre 1548 aufgerichtet, jetzt zur Wohlfahrt der Stadt und des ge 
meinen Mannes „wieder erneuert und ewigclich also zu halten besohlen". Zugleich 
haben wir angeordnet, daß niemand, was wesen, würden oder stands der seie, und
	        

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