Full text: Augsburg, Bd. 8 (1928 / 33)

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Diarium Paul Hektar Mairs von 1560—1563 
Jörg Hopfer adj. 16. october*. 
Frau Caspar Tradlin adj. 19. october^. 
Herr Ulrich Lingk adj. ultimo october^. 
Frau Ulrich Rehlinger, die alt, adj. 23. Novembers. 
Frau Georg Vetterin adj. 26. Novembers s 
Herr Anthoni Ruedolff, 5. december°; 
suma 20 Personen. 
M520a. Hienachd, wölche personnen alhie in dem nechst- 
verschinen 1559. und in disem 1560. jar panckarota ge 
macht und schulden halben in die Freiungen und aus der i» 
stat gewichen und gefängklichen eingezogen, doch wider- 
umb vertragen und ausgelassen sein worden'. 
[31*] Hans Weyer^ ist aus der Freiung von sant Ulrich entwichen. 
Hans Reisch», weder, ist in die Freiung gewichen, doch ist er 
mit seinen gläubigern vertragen worden und bald hernach gestorben. 15 
Wolf Spelt'", bruechler, ist aus der stat gewichen, ist vertragen 
worden, ist bald hernach gestorben. 3000 fl. 
a) 23. octobcr. b) „Hicnach" sehlt. 
1. S. über ihn Bd. VII, S. 166, Anm. 3. 
2. Die Frau des Sic. Caspar Tradel, Gerichtschreibers in Augsburg. 
3. S. über ihn Bd. VII, S. 447, 20. 
4. Ursula Gossenbrot, die Tochter des Wilhelm Gossenbrot, seit 1497 die Frau 
des 1547 verstorbenen Bürgermeisters Ulrich Rehlinger, ultima kamiliae Gossenbrot. 
5. Anna Oliferin, seit 1560 vermählt mit dem städtischen ZeugwartGeorg Vetter. 
6. S. über ihn oben S. 70 und Bd. VI I, S. 413, Nr. 30. 
7. Vgl. einen ähnlichen „Fallitenzettel", wie solche um diese Zeit, in der sich 
die Bankrotte mehrten, in Augsburg aufkamen und unter den Kaufleuten von 
Hand zu Hand gingen, im Augsburger Stadtarchiv, Handelssachen, einen an 
deren vom Jahre 1575, umfassend die „Herrn und Personen, so ... in Abfall und 
Verderben feind kommen von 45.Jahr her" in Mairs Gr. Memorybuch, Bl.357a. 
8. S. über ihn Bd. VII S. 458, 70. — Zu den Verhandlungen Hans und 
David Weiers mit ihren Gläubigern vor Eröffnung des Konkurses siehe die sehr 
interessanten Aeta und Gerichtshandlungen, Hannsen und Daviden 
Weier, gebruedern, petitionem pro cessione bonorum belangendt, 
in den Stadtgerichtsakten des Augsb. Stadtarchivs (beginnend am 2. Juli 1558). 
Am 1. November 1561 schlossen die Weier mit den Gläubigern einen Vertrag, laut 
dem sie ihnen ein Drittel der Forderungen bezahlten, sich aber verpflichteten, im 
Falle sie wieder zu Vermögen kämen, auch das übrige zu entrichten. Daraus ent 
wickelte sich 1570 ein zweiter Gantprozeß. 
9. S. Bd. VII S. 413, 28. 
10. S. zu ihm ebenda S. 472, 118. Er war bankrott seit 1559.
	        

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