Volltext : Augsburg, Bd. 8 (1928 / 33)

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Diarium  Paul  Hektar  Mairs  von  1560—1563

Philipp  Meytting^  ist  zu  Leon  in  Franckreich  gefangen,  doch  wider
ausgelassen  worden.
Doctor  Hainrich  Wölfle»  ist  auch  auf  hailig  Kreutzerthurn  gelegt
worden^:  12m  flt>.
Anthoni  Bimel,  kaufman,  ist  gen  Fridberg  gewichen^:  10m  fl.  s
Michel  Mayr*,  kaufman,  ist  auch  gen  Fridberg  gewichen.
[31b]  Robeas  Butz5  aus  der  stat  gewichen.
Hans  Lachenbeckb,  der  jung,  ist  auch  aus  der  stat  gewichen,  doch
ist  er  mit  seinen  gläubigern,  den  4.  thail  zü  bezalen,  vertragen  worden.
Marx  Joß  ist  aus  der  stat  gewichen?.  w
Ludwig  Säur2,  der  jung,  ist  aus  der  stat  gewichen.
Sixt  Saurd  ist  aus  der  stat  gewichen.
Matheus  ^1^°,  weder,  ist  über  nacht  auf  dem  Rathaus  im
Pflegstüblin  verwart  gewesen,  doch  ist  er  gleich  am  morgen  widerumb
ledig  gelassen  worden  und  sich  mit  seinen  bürgen  verglichen:  3°  fl.
Six  Rawwolfn  ist  in  die  Eisen  gelegt,  doch  am  andern  tag  widerumb ­
  ausgebürgt  worden.
»»Wolsleit.  b)  12  000(1.
1.  Philipp  Meuting,  Sohn  des  Bernhard  Meuting  und  der  Anna  Lauginger,
erwähnt  bei  Ehrenberg,  I,  S.  189.  Er  und  sein  Bruder  Bernhard  war  1553  mit
43725  Kronen  an  dem  großen  von  dem  König  von  Frankreich  aufgenommenen  Darlehen ­
  beteiligt  gewesen.
2.  Ratsdekr.,  2.  Juli  1560:  „Dr.  stzansj  Wölflin  soll  der  vengknus  erlassen
werden,  wenn  er  seine  gleubiger  contentiert."
3.  Anton  Bimel,  geb.  1526,  Sohn  des  Hans  Bimel  und  der  Felicitas  Honold,
verheiratet  seit  1550  mit  Regina  Mail,  Richter  1563—1568,  kam  1568  in  den  kleinen
Rat,  resignierte  1588;  starb  1591.  Er  war  Mitglied  der  Kaufmannstube,  wo  er  wegen
seines  Bankrotts  —  in  den  Ratsdekreten  Ende  1560  erwähnt—  „ausgethon"  wurde.
Es  muß  aber  ein  die  Gläubiger  befriedigender  Vergleich  zustande  gekommen  sein,
da  er  sonst  die  oben  erwähnten  Ehrenstellen  nicht  hätte  begleiten  können.
4.  Michel  Mayr,  genannt  der  „welsch  Michel",  ist  nicht  näher  bestimmbar.
5.  Robeas  Butz,  seit  1551  Mitglied  der  Kaufmannstube,  wo  er  wegen  seines
Bankrotts  „ausgethon"  wurde.
6.  Hans  Lachenbeck,  der  jung,  ebenfalls  seit  1551  auf  der  Kaufmannstube  und
später  als  Fallit  „ausgethon".
7.  Ratsdekr.,  30.  Dezember  1559:  „Marx  Joß  gläubiger  halb  soll  dem  statvogt
befolchen  werden,  desselben  Joß  hab  und  gueter  zu  inventieren  und  zu  schließen."
Bl.  63b.  Er  floh  nach  Bruck  <bei  Fürstenfeld,.
8.  Ludwig  Sauer,  der  jung,  „gewesener  Guardian  in  der  Schau",  verheiratet
mit  Katharina  Maurmiller,  gest.  1567;  seine  Frau  vermählte  sich  als  Witwe  mit
dem  Weber  Heinrich  Widemann.
9.  Sixt  Sauer,  ein  Goldschmied.
10.  Matthäus  Mertz,  Kellermeister  der  Weber;  sein  Bankrott  in  den  Ratsdekreten ­
  1559  erwähnt.
11.  Sixt  Rauwolf,  wohl  ein  Sohn  des  Sixt  Rauhenwols,  der  Bd.  VII  S.  470,
99  erwähnt  ist.  Ratsdekr.  I960,  8.  Juni:  „Sixt  R.  soll  der  vengknus  erlassen  werden,
dieweil  er  seine  gleubiger  contentiert  hat."  Bl.  47  b.
            
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