Full text: Augsburg, Bd. 9 (1929 / 34)

Schusterchronik 
307 
buch* vom rat ist bestattet worden, das bracht diser zunstmaister 
durch sein groß ansehen, ainer zunft zu gut, von ainem rat zu- 
wegen. bei disem zunstmaister ist im 1453. jar geordnet worden, 2 
wie daß dem geschwornen zunstmaister der altzunftmeister« zur 
5 rechten Hand und der alt rat* zu der linden Hand [fein platz habe], 
und an jeder seiten solten 6 zwelfer sitzen und allweg nun am püxen- 
maister umbfragen. also ist's bei denen zwelfern der schuechmacher zu 
halten geordnet worden, in bemeltem jar hat» bei disem zunstmaister 
ain zunft erkennt, daß man den guten Pfeiler 6 niemandt leichen noch 
io brauchen [lassen] soll, dann der die gantz zunft hat und das handwerck 
Keibt und arbait. und nachdem er ainer zunft d getreulich gedienet, 
versorgt in ain rat auf sein begeren mit dem stadelmaisterampt. da 
beschloß er sein erlich end in Gott. 
3. [17t>] Petter von Oberhausen«, ain gesetzter, wolgebrüster 
15 mann«, stumm und fürnem, saß anfengklich zu Oberhausen, thett sich 
dann mit heuslichem wesen herein, hielt sich wol und redlich, daß er 
bald zu unserm zunstmaister erwölt ist worden, er was alter zunft- 
maister, da unser zunfthaus gekaufft ist worden, laut der kauffbrief 
sag.-i diser zunstmaister übet ain Handel von wegen ainer zunft gegen 
ro unsern zunftgenossen, Contz Gehe' genant, der hett die zunft kaufst, 
wie dann der brauch«, diser Contz Gehe gab seiner tochter ain schreibet, 
»> „hat" hinter dem nachfolgenden „zunstmaister". d> ainem rat. — Hier ist 81.16b, 
17a ein Bericht über den Städtekrieg von 1449/50 eingeschoben, den wir weggelassen, 
c) mann, dazumal. d) sagendt. 
1. Das heißt der bis 1457 zustande gekommene Teil. 
2. Ob Amhan 1453 wirklich Zunftmeister gewesen laßt sich, da dl -y 
Dreizehnerliste dieses Jahres <Ratsbuch> fehlt, nicht seststeuen. 
3. Das ist der Zunstmeister des Vorjahres. 
4. S. hierzu oben S. 262 mit Anmerkungen. 
also handelt es sich um ein der Zunft gehörendes Bahrtuch, „j^tmehr 
Leichenseier solchen, die der Zunft nur äußerlich angeschlossen > 
ausgegeben werden sollte. 
6. Anhang ll, Nr. 10. .. „ *><>« 
7. Von diesem „Handel" ist im Zunstbuch nichts zu l-ndew Ratsd^k^ je^ 
Jahres 1464, die etwas darüber enthalten könnten, fehlen, ^ag 
bar der uns fehlende Spruchbries. „. o un ft 
8. Voraussetzung: eheliche Geburt, Meisterrecht Bürgerrech . 
nicht „ererbte" oder „erheiratete", mußte ein Einkaussgeld von 20 sl erleg .
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.