Volltext : Praktischer Unterricht in der Feuerwerkerkunst für Dilettanten und angehende Feuerwerker oder Vollständige Anweisung alle Arten von Land-, Wasser- und Luftfeuerwerken, sowie auch Feuerwerke zu Luftballons, auf Theatern und zu Kriegsbedürfnissen zu verfertigen, aufzustellen und abzubrennen

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Netz  wird  wie  ein  gewöhnliches  Netz  zum  Vogel-  oder  Fischfongen
gemacht;  nur  müssen  die  Maschen  oben  auf  dem  Ballon  sehr  klein
sein  und  sich  von  da  ab  aUmählig  erweitern.  Hierauf  macht  man
eine  Bombe  von  Pappe,  die  38  Ccnlimeter  (14  Zoll)  Durchmesser
hat;  diese  wird  mit  weißen  Sternen  gefüllt.  Man  sehe  den  Artikel
Bombetten  nach,  weil  sie  keinen  Ausstoß  haben,  und  eben  so  den
Artikel  Bomben,  indem  die  Bombe  des  Ballons  wie  diese  gefüllt
wird,  nur  erhalt  sie  statt  der  Zündrakete  eine  starke  Röhre,  wodurch
sie  augenblicklich  nach  dem  Schlüsse  der  vorhergehenden  Effecte  entzündet ­
  wird.  Uebrigens  muß  man  sich  hier  immer  von  der  guten
Bereitung  der  Bombe  wohl  unterrichten,  weil  sie  sonst  ganz  auf  die
Erde  zurückfallen  könne,  wo  ihr  Zerplatzen  großen  Schaden  anrichte ­
  Möchte  (§.  1Q7.).  '  >
Die  Bombe  bedarf  hier  offenbar  keines  Ausstoßes,  weil  sie  an
dem  Ballon  aufgehängt  ist;  man  versieht  sie  zu  dem  Ende  mit
Lehren,  die  aus  einem  Stricke  gemacht  werden,  wie  »  (5.  XXI.)  es
zeigt,  Man  kann  der  Bombe  auch  eine  beliebige  andere  Form,  z.
B.  die  eines  Gefäßes  geben.  Hierauf  macht  man  den  Stern,  wovon ­
  im  vorigen  Paragraph-  gesprochen  ist;  zu  dem  Zwecke  sägt  man
aus  langen  sogenannten  Schalbrettern  Stäbe,  die  27  Millimeter
(1  Zoll)  ins  Gevierte  haben.  Diese  Stangen  werden  zu  einem
Sterns  von  der  Form  Fig.  7.  XXI.  zusammengesetzt.  Der  Sterq
besteht  aus  doppelten  Reihen,  von  denen  die  äußere  eine  andere
Farbe  hat,  als  die  innere.  Diese  Falbenverschiedenheit  dient  dazu,
um  den  Stern  von  unten  unterscheiden  zu  können,  der  sonst  in  einan«
dep  fließen  würde.
Hierauf  befestigt  mau  aus  einem  Ringe  römische  Kerzen  (bei
d?m  genannten  Ballon  hatte  man  deren  96).  Der  Ring  wird  aus
leichtem  Holze  gemacht  und  hat  ungefähr  4  Meter  (12  Fuß)  äußern  I
Durchmesser,  Man  befestigt  daran  8  bis  10  Radien,  die  dick  geyug
  sein  müssen,  daß  sie  nicht  zerbrechen,  wenn  der  Ring  an  dem
Ballon  aufgehängt  wird.  Die  römischen  Kerzen  werden  mit  einander ­
  ccmmunicirt  u.  s.  w.;  dann  leitet  man  das  Feuer  von  dem  Ende
einer  römische»  Kerze  zu  der  Bombe  und  dem  Ballon.  Der  erste
ist  also  der  erste,  dix  römischen  Kerzen  der  zweite,  und  die  Bombe  der
dritte  Effect,
Fig.  1.  XXII.  stellt  den  Ballon  vor,  wie  er  mit  dem  Feuerwerk- ­
  ausgerüstet  und  fertig  zum  Emporsteigen  ist.  Man  zündet
das  Fe-ec  an,  sowie  man  den  Ballon  in  die  Luft  steigen  läßt,  und
sorgt  durt,  oie  Communicakion  für  eine  Verzögerung,  damit  der
Ball  Zeit  h><  sich  zu  erheben,  ehe  das  Feuerwerk  beginnt.  »  ist  dfk
            
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