Full text: Praktischer Unterricht in der Feuerwerkerkunst für Dilettanten und angehende Feuerwerker oder Vollständige Anweisung alle Arten von Land-, Wasser- und Luftfeuerwerken, sowie auch Feuerwerke zu Luftballons, auf Theatern und zu Kriegsbedürfnissen zu verfertigen, aufzustellen und abzubrennen

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den kann, weil uns dies in zu viele Details führen würde; nur ein 
einziges führe ich noch an. 
§. 82. Doppelte rotirende Glorie. 
Die Erfindung dieses Stückes hat mir wenigen Aufwand von 
Scharfsinn gekostet; cs ist sehr einfach und hat doch immer sehr gut 
gefallen, weil es von einfachem und großartigem Effecte ist. 
Es besteht aus der Verbindung zweier Räder, einem großen, 
gewöhnlich von 4 Meter oder 12 Fuß, und einem kleinen, von einem 
Meter oder 3 Fuß im Durchmesser. Das große, auf welchem die 
Schwärmer wie Fig. 10. XI. angebracht sind, rottet von der Rech 
ten zur Linken, wenn das kleine von der Linken zur Rechten rotirt. 
Die Schwärmer werden auf dem kleinen Rade auf gleiche Weise an 
geordnet. 
Sind die Schwärmer des großen Rades 7 Linien lang, so sind 
die des kleinen 4 Linien lang; auf ersteres werden 24, auf letzteres 
12 gebracht. Eine Vorstellung im Kleinen von diesem Stücke gibt 
Fig. 6. XXIV. 
Ich schließe hier den Artikel der horizontalen pyrischen Stücke, 
obgleich ich mehrfach aufgefordert worden bin, in dieser neuen Auflage 
glle Stücke meiner Erfindung zu beschreiben; ich würde dadurch zu 
weitschweifig und ermüdend werden, und die übrigen Stücke erfor 
dern zu viele Details und zu viele Figuren, wenn man sie wohl be 
greifen will; auch könnte das, was Einige wünschen, unzählig vielen 
Anderen mißfallen. 
Kap. 4. Horizontal oder auf einem Zapfen rotirende Feuer. 
§. 83. Einfache Capricen. 
Capricen nennt man alle Räder, die horizontal rotiren und de 
ren Feuer nicht immer in derselben Richtung bleiben. 
Man hat auch noch andere Maschinen, welche man Capricen 
nennt; den Unterschied unter diesen wird man in den beiden folgen 
den Paragraphen sehen. 
Wir müssen mit der einfachen Caprice beginnen, weil sie einen 
Begriff von allen übrigen gibt (1. XIV.). Es ist dies eine Nabe 
mit vier Speichen und einem Ringe, auf welchem die Takel befe 
stigt werden, wie Fig. 1. XI., man kann sich jedoch auch das Letztere 
ersparen und die Schwärmer wie Fig. 1. XIV. befestigen, Diese 
Methode ist jedoch nicht so gut, weil dabei die Schwärmer nicht leicht 
s die richtige Lage behalten, welches bei den auf dem KreiSringe festge»
	        

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