Full text: Neubauten und Concurrenzen in Österreich und Ungarn : Organ für d. Hochbaufach u. seine Interessenten, I. Band (1895)

  
  
  
  
  
  
     
  
  
Neubauten und Concurrenzen in Oesterreich und Ungarn. 
Seite: 92. mo ME 
  
  
Die Gallerien mit den Verbindungsgängen zu den Thurmetagen messen 150 m?. Der gesammte Belagraum im Parterre beträgt 450 m?, der- 
jenige der Gallerie, der Verbindungsráume im ersten Stock und der zwei Thurmetagen beträgt 278 m ‚während auf die dritte Thurmetage 
mit der Gallerie für Ausstellungszwecke keine hervorragende Rücksicht genommen wurde. Das Project ist, unter Zugrundelegung einer Dis- 
positionsskizze vom Ingenieur Pfister, vom Architekten Baurath Bollé entworfen und durchgearbeitet. Der Bau wird theilweise in Eichen, theil- 
weise in Fichtenholz ausgeführt und trägt die ganze äussere und. innere künstlerische Behandlung des Gebäudes in allen seinen Detailformen 
und theilweise auch in den Constructionen, sowie in decorativer Ausstattung den Charakter der südslavischen Holzarchitektur und Ornamentik. 
t orgesehen. Bei der Grundrissdisposition sowohl, als auch beim ganzen architektonischen Auf- 
Die Deckung des Daches ist mit Holzschindeln v 
icksicht auf die Situation auf dem Ausstellungsplatz und auf die Baumgruppen, welche den Pavillon umgeben, auf eine 
bau wurde mit Ri 
malerische und reiche Gruppirung Bedacht genommen. 
Kosthalle. Architekten Hünigsberg und Deutsch in Agram. Auf einem circa 1 s über 
zu welchem eine Reihe von Freitreppen führt, werden sich — umgeben von farbenreichen Blumenpflanzungen und malerischen Baum- 
gruppen — die. »kroatischen Kosthallen« erheben; dieselben. werden nach den Plänen der Agramer Architekten und Stadtbaumeister 
Hünigsberg und Deutsch. erbaut, und zeigen in Bezug auf die stylistische Conception vornehmlich freie, an die franz. Renaissance anlehnende 
Formen. Das auf allen Seiten zugüngliche, mit breiten Perronstufen ringsum versehene Gebäude enthält 12 geräumige Kosthallen mit dazuge- 
hörigen Manipulationsräumen, welch letztere 1 
dem Strassenkórper überhóhten Plateau, 
durch Eingangsthüren mit durchlaufenden Arbeits-Corridoren verbunden sind. In der Hauptaxe des 
&.00 z breite Passage nach dem an der Rückseite situirten Kosthallen-Wäldchen, nach welchem das offene — 
Pavillons führt eine circa / 
durch den kuppelbekrónten Mittelbau markirte — Portal einen freien Durchblick gestattet. Die Hauptfront erhált reichen vergoldeten Bild- 
hauerschmuck, die Dachungen werden mit (kupferartig) galvanisirten Blechtafeln eingedeckt; der Mittelbau wird durch plastisch decorirte 
Landeswappen ausgezeichnet und die einzelnen Abtheilungen werden durch Aufschriften am Fries markirt. Bei der Gestaltung und Durch- 
pP gee! ; : , S : 1 C Staitung 
bildung der Aussenseiten dieses Pavillons waren die Architekten vom Bestreben geleitet, den Zweck des vornehmlich culinarischen Genüssen 
g ; J ig E : E 
gewidmeten Gebäudes in der durchaus flotten und freien Behandlung der architektonischen Formen und Details zum Ausdrucke zu bringen. 
Tafel 68: Zinshaus Il. Obere Donaustrasse 103. Architekt Æmil Bressler in Wien. Dieses Zinshaus wurde im Jahre 1893 an Stelle 
zweier alter Gebäude unter Berücksichtigung einer geplanten Regulirung der Schôllerhof-Gründe aufgebaut. Der grossen Tiefe des Grund- 
stückes entsprechend, wurden zwei getrennte Tracte zur Ausführung. gebracht, welche durch entsprechende Flügelbauten verbunden sind und 
grossen Innenhof schaffen, welcher genügend Licht und Luft für die Wohnungen zuzuführen erlaubt. Das Hoch- 
auf diese Weise einen 
blos Ráumlichkeiten für 
parterre enthalt ausser den Durchfahrten, den beiden Stiegenhäusern, der Hausbesorgerwohnung sammt Portierloge, 
  
D 
Parterre. I. Stock. 
  
Comptoi i ; + ; : 
Conr sm. Neh mh den darunter liegenden Souterrain-Magazinen durch Aufzüge und eiserne Treppen in Verbindung stehen. Die übrigen Stock 
alten ausschliesslich W o änglich ve > iden Sti 1 i lektri i In 1 
a des Heu: Sam. zugünglich von den beiden Stiegen und versehen mit Badezimmern und elektrischem Li Im Dach- 
€ 75 xe sa iq 2 (ner AT IAT 3 A ) 1 
rtigen Tractes 1st noch ferner gegen Norden ein grosses Amateur-Photographen-Atelier unterg: bracht, welches, 
den S ecielle V Ss S S o a e 8 
n üns rs e 3 rec > i i i 
p W chen des Auftraggebe s entsprec hend, den weitgehendsten Anforderungen in Bezug auf technis che Neuheiten gerecht wird. 
  
  
| 
  
  
  
  
  
Telephon Nr. 1364. Gegründet 4363. 
Billigste 81 
Tafel- u. Spiegelglas- 
Fabriks-Niederlage 
  
  
    
—£- Moritz Perles in Wien, Stadt, Seilergasse 4 (Graben). -$-— 
  
Graf Carl S., Ingenieur und Lehrer an der k. k. Maschinenbaufachschule mit Lehrwerkstätten | 
   
  
in Komotau, beeideter gerichtlicher Sachvers liger. S i i 
au, { Sachverständiger. Sammlung‘ von Festigkeitsaufgaben aus [i 
Eduard Steiner dem Maschinenhan, mit Resultaten und kurzer Angabe der Auflósung Zugleich Beispielsamm- | 
x ung aus der angewandten Mathematik 21 Jebungs! + 1 selbst |f 1 
Wien, Il. Pr 8 2 5 athematik. Ein Uebungsb h zum Selbstunterrichte für Stuc le 
URN. 2 pterstrasse 20. 1 des Machine und Hochbaues, sowie für praktisch thátige Techniker. Mit 97 Abbildungen 
2 - al- reis s 1 , : 
Arbeiten bei solider Ausführung. S broschirt 1 # 2 | 
| 
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
Verantwortlicher Redacteur: OSKAR MARMOREK
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.