Full text: Neubauten und Concurrenzen in Österreich und Ungarn : Organ für d. Hochbaufach u. seine Interessenten, II. Band (1896)

Nr. 4. Neubauten und Concurrenzen in Oesterreich und Ungarn, 
A PERS 
  
Seite 31. 
  
sionen, entsprechend ein. bis; zweieinhalb Stein starken 
Mauern, hergestellt. Fig. 1—4 ist das System der Vau- 
girard. Co. 
Die Röhren 
sind recht- 
winklig mit 
abgerundeten 
Ecken, zwei 
Aussenseiten 
sind mit Vor- 
sprüngen 
versehen, 
welche 
Grösse und 
Gestalt eines 
Ziegels 
haben. Die 
Vorsprünge 
sind so ange- 
ordnet, dass 
die Röhren 
in Verband 
zu einander 
versetzt 
werden 
können 
(Fig. 2)... Die 
Fugen. sind 
a — Jo 
% 
DZ hier, wi 
AM A Fig. 8 zeigt, 
KATI . 
———L— — horizontal 
und vertical 
versetzt. Die 
Röhren 
werden für 
Rauchfänge 
von ver- 
schiedener 
Neigung her- 
gestellt‘ Die 
Vorsprünge 
erlauben auch 
einen guten Verband mit der Mauer selbst. Fig. 4 zeigt, wie 
leicht eine solche Rauchröhre einer eisernen Traverse aus- 
weicht, welche auf der Mauer aufliegen muss. Fig. 5 zeigt 
das System Lacote.. Die Röhrenstücke haben die Höhe 
von vier Ziegeln. Zwei Seiten sind abwechselnd convex 
und concav. Fig. 6 zeigt den Verlauf von geneigten und 
senkrechten Rauchröhren. Dieses System bietet die Schwie- 
   
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rigkeit der Verbindung der gerundeten Röhrenseiten mit 
dem eckigen Mauerwerk der Wand. Fig, 10 zeigt ein anderes 
System. Fig. 11 ist das System Duprat mit drei Ziegel- 
stärken hohen Röhren, deren zwei Aussenwände hohl 
sind. Bei den letzten zwei Systemen sind die horizontalen 
    
    
  
    
  
Stöss: nicht v tzt. Viel verwendet werden auch‘ die 
Rauchrohrziegel von Lacote (Fig. 7). Der Ziegel ist zwei 
en Ziegelstärken hoch. Seine 
= Verwendung zeigen 
AZ Fig. 7—9. Er ist beson- 
m ders geeignet für Mauern, 
Zu >| die nicht verputzt werden. 
Sa Hängeröhren (Fig. 14), 
ET, aussen an der Mauer be- 
„ 
1 
   
festigt, werden vielfach an- 
gewendet und zwar, wenn 
der betreffende Theil der 
Mauer schon mit Rauch- 
_ röhren gefüllt ist, wenn die 
Scheidemauern zu dünn 
sind: oder wenn es noth- 
wendig ist, nachträglich 
eine oder zwei .Rauch- 
röhren hinzuzufügen. 
Die Bauordnung gestattet 
Fig. 14, solche Rauchröhren an bis 
  
zu einem Stein starken Mauern, im obersten Stockwerk 
selbst an !/, Stein starken Mauern zu befestigen. Fig. 12 
ist die‘ gewöhnliche Form, »Boisseau Gourlier«, sechs 
Ziegelstärken hoch. Fig. 13. ist die Form „Lacote“ mit 
drei Vorsprüngen gegen die Mauer, darauf der _ent- 
sprechend starke Verputz angebracht werden muss. Die 
Rauchröhren (Fig. 14) werden mit. Mörtel an der Mauer 
und. ausserdem noch in Entfernung von circa 2 Meter 
durch eiserne Klammern an der Mauer befestigt. Um das 
Ganze kommt dann der Bewurf in vorgeschriebener 
Stärke. Sie lassen jede Neigung zur Vermeidung von 
Thüren oder Fenstern zu und sind leicht und raum- 
ersparend. 
Thürschloss von Jos. Netsch und Frg, Netsch in Penszka, Un- 
garn, — Das Schloss wird in die Thür @ eingelassen und in dem 
Thürrahmen wird ein Stift c festgelegt. Bei geschlossener Thür greift 
dieser Stift durch eine Platte dd, welche von einer Feder e gewöhnlich 
in einer solchen Lage gehalten wird, dass ihre Oeffnung schräg zu 
liegen kommt, Die Folge davon. ist, dass der Stift c in einer Richtung 
durch das Loch gezogen werden kann, während er sich, sobald man ihn 
in entgegengesetzter Richtung bewegen will, in dem Loch festklemmt, 
Das obere Ende der 
Platte d/ legt sich gegen 
einen um Zapfen g dreh- 
baren Hebel /£. Das an- 
dere Ende des Hebels £ 
liegt gegen einen um 
Zapfen 7 drehbaren He- 
bel %, welcher unter der 
Einwirkung ‘einer Fe- 
der Z steht. Durch diese 
Feder wird der Hebel % 
gewöhnlich von dem He- 
bel f fortgedrückt. Der 
Jetztere st. mit einer 
Stange / verbunden, wel- 
che in zwei ‚Knöpfe 
endigt, Zieht oder drückt 
  
  
man an‘. einem. der 
Knöpfe x, so dass man der Einwirkung der Feder £ entgegen den 
Hebel % gegen den Hebel f drückt, so kann man hiedurch die 
Platte d verstellen, d. h. dieselbe in die aus der Figur erfsichtliche 
punktirte Lage bringen, Das Loch stellt sich dann parallel zu dem 
Zapfen c, und die Platte d kann dann mit Bezug auf den Zapfen nach 
beiden Richtungen Jeicht bewegt werden. Ist die Thür geöffnet,. so 
steht die Platte d, der Einwirkung der Feder e folgend, schräg. Wirft 
man die Thür zu, so kann, da die Platte d federnd ist, der Stift c 
in das Loch leicht eindringen. Sobald nun die Thür herangeschlagen 
ist, wird sich die Platte d sogleich wieder schräg einstellen, so dass 
ein Oeffnen der Thür wegen der Klemmwirkung, welche. zwischen 
dem Zapfen c und der Oeffnung stattfindet, nicht ohne Weiteres 
bewirkt werden kann. 
Abort mit Kippschale von Rich. Sternkopf 
in Leipzig-Raudnitz. — Der Abortdeckel o ist 
mit der Kippschale @ durch Hebel- und Zahn- 
radübertragung derart zwangläufig verbunden, 
dass die Schale beim Oeffnen 
des Deckels nach unten, beim 
Schliessen des Deckels 
nach oben ‘ gekippt 
wird. 
    
   
  
Federhalter mit Vorrichtung zum Aus- 
werfen der Feder von Jos. Reisinger in München, 
— Innerhalb der Hülse a ist eine Klemmbacke 6 
mit. einer Nase f dreh- und zugleich. verschieb- 
bar ‚gelagert. Durch Verschieben ‚des Riegels gr 
wird die Klemmbacke gegen die Hülse gedrückt 
und klemmt die Feder fest. Durch. Lösen des 
Ringes und Zurückziehen der Klemmbacke an 
der Nase £ wird die eingeklemmte ‘Feder frei 
und fällt von selbst heraus. ; 
  
 
	        

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