VIL Jahrgang ARCHITEKTONISCHE MONATSHEFTE
Heft 4
Vergnügungsetablissement „Amsterdam“ in Laubegast bei Dresden. — Kneipzimmer,
hierzu die Architekten deutscher Sprache ein. — Der Wettbewerb erstreckt sich auf drei
Facaden. Es ist zu entwerfen: 1. Die Facade eines eingebauten städtischen Hauses von
10 m Breite mit Erdgeschoss und zwei Obergeschossen; 2. Die Facade eines eingebauten
städtischen Hauses von 12 m Breite mit Erdgeschoss und drei Obergeschossen; 3. Die
Facade eines Eckhauses (rechtwinkelig) von 16 m Hauptstrassenfront‘ mit Erdgeschoss und
drei Obergeschossen. Bedingung für den Entwurf ist, dass die Formgebung eine durchaus
moderne ist. Den Bewerbern steht es frei, sich am Wettbewerb um alle drei Facaden oder
um eine einzige Facadc zu betheiligen. Die Zeichnungen sind bis 31. Mai 1901 einzureichen.
Die Preise bestehen in einem ersten und einem zweiten Preis für jede Facadengattung.
Die Gesammtsumme der Preise beträgt 4000 Mk., weitere 1000 Mk. sind für Ankäufe
bestimmt. Die Preise betragen: für die 16 m-Facade erster Preis 1000 Mk., zweiter Preis
500 Mk., für die 12 m-Facade erster
Preis 1000 Mk., zweiter Preis 400 Mk.,
für die 10m-Facade erster Preis 800 Mk.,
zweiter Preis 300 Mk. Diese Preise werden
den relativ besten Entwürfen zuertheilt.
Ausserdem behält sich der Verlag vor,
weitere Entwürfe für den Betrag von
je 150 Mk. nach Vorschlag des’ Preisgerichtes
anzukaufen. Das Preisrichteramt
haben übernommen die Herren:
Professor Dr. Haupt in Hannover, Stadtbaurath
Professor Hugo Licht in Leipzig,
Königlicher Baurath O. March in Charlottenburg.
Das ausführliche Ausschreiben
ist kostenlos durch die Verlagsbuchhandlung
Seemann & Co. in Leipzig
Speisezimmer
Wohnzimmer
zu beziehen. ;
Zur Erlangung von Entwürfen für
den Baueiner evangelischen
Kirche erlässt der Gemeindekirchenrath
von Grunewald ein öffentliches
(Grundriss zu Tafel 26.) Preisausschreiben für alle evangelischen
Mitglieder des Berliner Architektenvereins
und der Vereinigung Berliner Architekten. Die besten Entwürfe sollen durch folgende
Preise ausgezeichnet werden: erster Preis 2500 Mk., zweiter Preis 1500 Mk,., dritter
Preis 1000 Mk. Ausserdem können vom Preisgericht weitere Entwürfe zum Ankauf für je
500 Mk. empfohlen werden. Die Entwürfe müssen bis 15. Mai 1901, Abends 6 Uhr an den
Amts- und Gemeinde-Vorsteher Herrn Wieck, Grunewald, Amtshaus, Wernerstrasse 3, abgeliefert
sein. Das Preisrichteramt haben übernommen die Herren: Geheimer Baurath Emmerich,
Grunewald; Geheimer Baurath Spitta, Berlin; Professor Johannes Vollmer, Berin; Pastor
Hanschke, Grunewald; Gemeinde-Vorsteher, Ingenieur Wieck, Grunewald, Die näheren Bedingungen
und die nöthigen Unterlagen werden gegen Einsendung von 2 Mk, bezw. auf Wunsch
gegen Nachnahme übersandt. Die Einsender von Entwürfen erhalten diese 2 Mk. zurück.
Srker
6
Architekten Rose & Röhle in Dresden.
Detail der Franzensbrücke Architekt Fr. Freiherr v. Krauss
in Wien, in Wien,
Kein Volltext zu diesem Bild verfügbar.