Full text: Architektonische Monatshefte, VII. Band (1901)

© Heft 7 
  
  
Interieur, 
und im Gegensatz zu den anderen Projectanten nicht am Ende 
der Parcelle, sondern unmittelbar an die Kirche anschliessend 
gedacht. Das Haus enthält im Souterrain Küche, Speise, Keller etc., 
im Parterre die Bureaux für das Pfarramt; im ersten und zweiten 
Stock sind die Wohnräume für den Pfarrer und die übrigen Geist- 
lichen, sowie Fremdenzimmer angeordnet. Weiters sind dort, das 
Zimmer der 
Wirtschafte- 
rin, sowie die 
Zimmer des 
übrigen 
Dienstperso- 
nalesmitAus- 
sicht auf Gar- 
ten und Hof 
unter- 
gebracht. 
Die Kirche 
hateinen Fas- 
sungsraum 
  
  
Sacristeithüre der Kirche 
in Hohenfichte. 
Architekten Schilling & Gräbner. 
in Dresden. 
von mindestens 1600 Personen. Ihre Architektur, sowie die 
des Pfarrhauses ist sehr einfach gehalten. Es wird Stein, 
Marmorputz und Rohbau verwendet, die Kuppel ist mit 
Kupfer gedeckt. 
Das Project kann als flüchtige Studie noch nicht 
als vollkommen gelöst betrachtet werden, aber es ist 
damit jedenfalls ein bedeutender Schritt gemacht worden, 
mit kleinen Geldmitteln eine sehr günstige Gruppierung 
der ganzen Anlage zu finden. 
  
Treppenhaus des Landhauses Major Campe-Wolff, 
Weisser Hirsch bei Dresden, 
ARCHITEKTONISCHE_MONATSHEFTE 
  
Architekten Schilling & Gräbner in Dresden. 
  
VII Jahrgang 
  
NEUE WETTBEWERBE. 
Zur Erlangung von Projectsskizzen und ge- 
nerellen Kostenvoranschlägen für den Bau eines 
Gebäudes zur Unterbringung der Staats- 
gewerbeschule in Laibach wird vom Stadt- 
magistrate eine öffentliche Concurrenz mit dem 
Einreichungstermine bis 15. Juli 1901, 12 Uhr 
Mittags ausgeschrieben. Die Concurrenzprojecte, 
nach dem diesbezüglich festgestellten, beim Stadt- 
magistrate erhältlichen Bauprogramme verfasst, 
haben zu enthalten: 1. Die Grundrisse aller Stock- 
werke einzelner Gebäude einschliesslich des 
Keller- und Dachgeschosses; 2, die Quer- und 
Längenprofile einzelner Objecte, eventuell auch 
solche . jener Gebäudetheile, welche zur Beur- 
theilung der Anlage besonders nothwendig er- 
scheinen; 3. alle Facaden des Hauptgebäudes 
und wenigstens die Hauptfagaden der Neben- 
objecte; 4. den Gruppierungs- zugleich Situations- 
plan. Die Skizzen der Grundrisse, Fagcaden und 
Schnitte sind im Massverhältnisse 1:200, 
Situations- beziehungsweise Gruppierungsplan im 
Verhältnisse 1:500 zu entwerfen. Die Kosten- 
voranschläge sind generell, jedoch derart zu ver- 
fassen, dass die für die Beurtheilung der Con- 
currenzprojecte aufzustellende Jury in die Lage 
versetzt werde, sich wenigstens annähernd ein 
Urtheil von der Höhe des Baukostenaufwandes 
zu verschaffen. Für die besten Entwürfe sind 
zwei Preise bestimmt u, zw.: erster Preis K 800, 
zweiter Preis K 400. Die Mitglieder der Jury werden vom Stadtmagistrate 
Laibach rechtzeitig öffentlich bekanntgegeben werden, 
Zur Erlangung von Entwürfen füreinen Saalbau im Kaiserpark 
zu M.-Gladbach wird ein öffentlicher Wettbewerb ausgeschrieben, zu 
welchem die in Deutschland ansässigen Architekten zugelassen sind, Zur Ver- 
theilung gelangen nachstehende Preise; ein erster Preis von Mk, 4000, ein zweiter 
Preis von Mk. 2000, ein dritter Preis von Mk. 1000. Das Preisrichteramt haben 
übernommen die Herren: 1, Geh; Baurath Stübben in Köln a. Rh., 2. Professor 
G. Frentzen in Aachen, 3. Stadtbaurath Heimann in Köln a. Rh., 4. Ober- 
maschinenmeister Rosenberg vom Stadttheater in Köln a. Rh., 5. Bürger- 
meister Piecq in M.-Gladbach, 6. Stadtverordneter Architekt Weigelt in 
M.-Gladbach, 7. Musikdirector Gelbke in M.-Gladbach, 8. Stadtbaumeister 
Arendt, Regierungs-Baumeister a. D. in M.-Gladbach. Die Wettbewerbs- 
bedingungen und Unterlagen sind gegen Einsendung von Mk. 3.— vom 
Hochbauamte in M.-Gladbach zu beziehen, Ablieferungstermin 25, Juli 1901. 
Ein Preisausschreiben der Stadt Dt. Krone betrifft Entwürfe 
für den Neubau einer Volksschule. Zu dem Wettbewerbe sind die deutschen 
Architekten eingeladen; er verheisst drei Preise von Mk. 1500, 1000 und 
500. Unter den Preisrichtern befinden sich die Herren Director Clauss in 
Dt. Krone, Stadtbaurath L. Hoffmann, Berlin, und Kreisbauinspector Jahr in 
der 
  
Architekten Schilling & Gräbner 
in Dresden.
	        

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