Full text: Einladungs-Schrift der K. Polytechnischen Schule in Stuttgart zu der Feier des Geburtsfestes Seiner Majestät des Königs Wilhelm von Württemberg auf den 27. September 1855 (1855)

  
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seiten. der Flüchen Linien gleicher Helle construiren; wihrend aber jene auf den Lichts 
seiten‘ so. angeordnet, werden können] dass sie in, ihrer Aufeinänderfolge( ziemlich genau 
gleiche Hellendifferenzen repräsentiren, ist. dieses auf den Schattenseiten nur niherungs- 
weise,| jedoch ‚immerhin, insoweit: möglich, als es für den: praktischen Zweck nóthig ist. 
Zu der Construction solcher: Hellenlinien kann man-sich entsprechender Drehungskegel 
bedienen, deren. Drehungsaxén Liéhtstrahlen. sind, und!déren Oberflüchen somit duréhaus 
gleiche. Helle haben. | Die tangirenden, Ebenen eines. solchen Kegels: reprüsentiren: sodann 
sämmtliche möglichen Richtungen der tangirenden Ebenen lings derjenigen Linien, welche 
durchaus) dieselbe! Helle „haben, wie der betreffende Kegel, gleichyiel;! auf [welcher Art von 
Flächen, man, sich, diese Linien denken mag. Anstatt dieser Kegel kônnte man. sich auch 
derjenigen Drehungskegel bedienen, deren 'Axen |. ebenfalls Lichtstrahlen! wiren und deren 
Mantelflächen ‘auf, den Mantelflüchen | der ‚ersteren Kegel senkrecht stinden. Die Mantel- 
linien: derselben. würden‘ | alsdann. ‚sämmtliche‘ möglichen „Richtungen! der, Normalen längs 
der entsprechenden Linien gleicher Hellen. reprüsentiren. Indessen ‘bedient man sich diet 
ser Hilfsmittel, nur in’ seltenen Fällen, etwa mur bei der Construction der Hellenlinien auf 
einem. schiefen Kegel mit ganz beliebiger Leiteurve, weil die Lösung ‚in ‚den meisten 
Fällen zu. umständlich}, und, zeitraubend: wird. 
Weitaus, das. bequemste: und für’ alle in der Praxis, vorkommenden; Fälle genügende 
Hilfsmittel fiir solche  Constructionen ist! eine. Kugel, auf. welcher.idie. nóthige. Anzahl von 
Curven gleicher Helle für.gleiche Lichtdifferenzen direkt comstruirt; worden ist.' Eine! solche 
Kugel. wird. für den. praktischen Gebrauch in einer, Grosse von, etwa. 6 bis . 7. Zoll Durch: 
messer ein für allemal; gezeichnet. und leistet dann fiir. den fraglichen; Zweck; ‚ähnliche 
Dienste wie. ‚ein „Maasstab; für; das, Auftragen; von, linearen! Dimensionen! 
Eine. solche Kugel kann folgendermasen construirt. werden. 
Es sey ie, Fig. 2, der Mittelpunkt, der Kugel und a € der; dürch. denselben gehende 
Lichtstrahl- .E sey eine Seitenprojections-Ebene .. parallel ;.dem; Lichtstrahl. urid senkrecht 
zur horizontalen Projections-Ebene, so, sind..-F. 0. .und|— 0 die Durchschnittspunkte jenes 
Lichtstrahls mit der Kugelflüche;; und also ersterer der, hellste Punkt. auf der Lichtseite, 
letzterer der, heliste Punkt auf der Schattenseite. Is bedarf keines. Beweises, um ‘einau- 
sehen, dass. alle. Parallelkreise, deren Ebenen auf dem Lichtstrahl senkrecht stehen, die 
Eigenschaft. haben; .dass auf allen, ihren Punkten die Kugelfliche mit den Lichtstrahlen 
den: gleichen. Winkel bildet, dass sie; somit, Curven gleicher Helle sind, und, in, dér Seiten= 
projection als gerade Linien erscheinen, welche auf a’/ cc’! senkrecht stehen. | Theilt man 
nun den Halbmesser (- 0) c". in. eie. beliebige ‘Anzahl, 7, B« 6 gleiche Theile, sol bil: 
den die durch diese Theilpunkte gezogenen Normalen + 1, 4 2, + 34. Cuxven.. glei- 
cher Helle für gleiche Lichtdifferenzen. Denn, es seyen f'f, und g' g. Lichtstrahlen.an die 
  
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