Full text: Jahres-Bericht der Kgl. Polytechnischen Schule zu Stuttgart für das Studienjahr 1872-1873 (1872)

  
  
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die Belege fehlen, theilnehmen; auch wird für Solche, welche sich von auswürts mit 
einem derartigen Zeugniss erst zu Beginn des Schuljahrs einfinden, eine ergünzende 
Prüfung in diesen Füchern veranstaltet. 
3) Die auf Grund der Maturitütsprüfung des Realgymnasiums aufgenommenen ordentlichen 
Studirenden sind den bestehenden Bestimmungen in Betreff der Zulassung zu den ein- 
zelnen Unterrichtsfáchern unterworfen, wie die übrigen Studirenden, in welcher Bezie- 
hung das Nähere im Programm der Schule enthalten ist. 
Durch Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 21. September 1872, Reichsgesetzblatt 
Seite 403, ist der mathematischen Abtheilung der polytechnischen Schule die Berechtigung 
verliehen worden, denjenigen Schülern, welche der gedachten Abtheilung mindestens ein Jahr 
angehürt und sich das Pensum derselben gut angeeignet haben, giltige Zeugnisse über die 
wissenschaftliche Qualifikation zum einjährigen freiwilligen Militärdienst zu ertheilen. 
Diese Zeugnisse müssen von der Lehrerkonferenz festgestelli und dürfen nur solchen Schülern 
ertheilt werden, welehe an allen Unterrichtsgegenstünden ihrer Klasse Theil genommen und sich 
gut betragen haben. 
Nach einer Bekanntmachung des Reichskanzleramts vom 17. Mai 1872 (Reichsgesetzblatt 
S. 151) und der Verfügung des K. württ. Ministeriums des Innern vom 12. August 1872 (Re- 
gierungsblatt S. 277) ist verfügt worden, dass der Besuch der polytechnischen Schule in Stutt- 
gart dem Besuche einer Universitit im Sinne der Vorschriften für die Prüfung der Apotheker 
gleich zu achten und zu gestatten sei, dass die pharmazeutische Approbationsprüfung nach 
Massgabe dieser Vorschriften vor einer pharmazeutischen Examinationskommission bei der 
polytechnischen Schule abgelegt werden dürfe. 
Wer zu dieser Prüfung zugelassen zu werden wünscht, hat sich 
für die Prüfung im Sommersemester spätestens im April, 
für die Prüfung im Wintersemester spätestens im November 
des betreffenden Jahrs beim Ministerium des Innern zu melden. 
Den Meldungen haben die Candidaten beizufügen : 
1) eine kurze Beschreibung ihres Lebenslaufs ; 
2) ihre Lehr- und Servirzeugnisse; 
3) das über den Besuch der Universität oder polytechnischen Schule ihnen ausge- 
stellte Zeugniss. 
Die Zeugnisse 2 und 3 haben darüber Nachweis zu geben, dass der Candidat seine Lehr- 
zeit erfolgreich bestanden, mindestens volle drei Jahre als Apothekergehilfe gearbeitet und min- 
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destens zwei volle Semester an einer Universität oder dem Polytechnikum dem Studium der 
Botonik, Chemie, Physik und Pharmakognosie obgelegen habe. 
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Wenn die Nachweise genügend befunden werden, wird die Zulassungsverfügung vom 
 
	        

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