Full text: Jahres-Bericht des Königlichen Polytechnikums zu Stuttgart für das Studienjahr 1885-86 (1885)

  
4) Die Note wird auf Grund der schriftlichen‘ Arbeiten erteilt und die Note dann nach dem Resultat 
der mündliehen Prüfung unter Umstinden erhtht oder niedriger gestellt. 
5) Um die Prüfung im’ Ganzen mit Erfolg erstanden zu haben, ist erforderlich, dass die Noten eines Kan- 
didaten in sämtlichen Prüfungsfächern durchschnittlich mindestens die Ziffer 8,5 und die Noten in den oben unter 
Ziffer 3 aufgeführten Fächern, durchschnittlich mindestens die Ziffer 4 ergeben; die Note in »Spezieller Elektro- 
technik* muss die Ziffer 4,5 erreichen. 
Bei Ziehung: dieser Durchschnitte; wird, entsprechend. der mehrfachen Zählung einzelner. Fächer, die Gesamt: 
summe der Noten. dureh die Zahl 16, ‘bei der Fachprüfung für Ingenieure der Elektrotechnik durch die Zahl 17, geteilt. 
6) In dem Diplom wird die Befähigungsstufe bei einem durchschnittlichen Ergebnis der Noten in sämt- 
lichen Prüfungsfächern von 
mit Klasse III b (zureichend) 
4,9 : IIIa (ziemlich gut) 
5,4 ; IIb (ziemlich gut bis gut) 
6,4 ,  1Ià (gut) 
7,4 ; Ib: (recht gut) 
Ia (ausgezeichnet) 
bezeichnet. 
Zu den Haupizahlen hinzukommende Brüche werden hierbei auf eine Dezimalstelle in der Weise abgerundet, 
dass fünf Hundertel und weniger ausser Berechnung gelassen, alles Weitere aber als ganzes Zehntel in Berechnung 
genommen wird. 
S 16. 
Die in $$ 11 und 12 des Statuts für die Diplomprüfungen vorgesehene Ergänzungsprüfung in Elektro- 
technik ist schriftlich ;und mündlich und dauert 2 Tage. Dieselbe wird unter dem Vorsitz des Fachschulvorstandes 
vom Vertreter des Faches als Referent und einem vom Lehrerkonvent auf Vorschlag der Fachschule bestimmten 
Korreferenten — in der Regel in Verbindung mit der Fachprüfung — abgehalten. Bestanden ist, wer mindestens 
die Note 4,5 erhält. 
§ 17. 
Uber die erstandene Ergánzungsprüfung wird dem Kandidaten eine von der Direktion ausgestellte und von 
den Kommissionsmitgliedern- unterzeichnete Urkunde eingehándigt. 
Im Rechnungsjahr 1. April 1885/86 hat die Polytechniker-Krankenkasse 1699 Æ an 
Beitrágen von Studierenden eingenommen, dagegen für 19 Studierende mit 292 Verpflegungstagen 
1444 4 Verpflegungsgelder an das Katharinenhospital bezahlt und ausserdem 61 ./ 60 ~y für 
Medikamente, welche an ambulatorisch behandelte‘ Studierende verabfolgt wurden, ausgegeben. Auf 
31. März 1886 ist ein Reservefond von 910 ./4 24 vorhanden, wovon 800 Æ bei der K. Hof- 
bank verzinslich angelegt sind. 
Lehrmittel. 
An grösseren Anschaffungen für die, Lehrmittelsammlungen: sind aus dem letzten Jahre zu 
erwähnen: ; 
1) für den geodätischen Apparat: ein Tourenzähler mit Trockenbatterie zu dem hydro- 
metrisehen Flügel von Ott in Kempten; ein Linear-Rollplanimeter von Coradi in Zürich; 
ein Wagner'scher Tachygraphometer von Tesdorpf in Stuttgart; eine grüssere Sammlung 
der wichtigsten neueren topographischen Kartenwerke ; 
2) für die Sammlung für deseriptive Geometrie: weitere 11 Modelle von Flächen II. Ord- 
nung, Serie VII, Gruppe 2 der Brill'schen Sammlung; 
 
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.