Full text: Jahres-Bericht des Königlichen Polytechnikums zu Stuttgart für das Studienjahr 1885-86 (1885)

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Mit Rücksicht hierauf wurde der Arbeit eine öffentliche Belobung zuerkannt. Ihr 
Verfasser ist: Friedrich Neubeck von Gemmrigheim, OA. Besigheim, seit Herbst 1882 ordentlicher 
Studierender der chemisch-technischen Fachschule. 
V. An der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachschule 
lautete das Thema: 
,Die Haupterscheinungen der psychischen Thátigkeiten der Tierwelt in den einzelnen Abteilungen der 
letzteren und ihre Deutung aus der Organisation und Stammesgeschichte. 
Die benutzten Quellen sind überall anzugeben, etwaige eigene Beobachtungen sind besonders dankenswert.* 
Die unter dem Motto: ,ex nihilo nihil^ eingelaufene Lósung fand folgende Beurteilung: 
Die Arbeit zeigt zwar mancherlei Irrtümer, Ungenauigkeiten und unrichtige Ausdrücke und eine etwas 
ungleichmässige Behandlungsweise, indem einzelne Hauptpunkte kaum angedeutet, nebensächliche oft ausführlich be- 
handelt sind; auch ist der erste Teil (Aufzählung der psychischen Thätigkeiten in den einzelnen Abteilungen) 
schablonenhaft und wäre besser weggeblieben. Dagegen ist anzuerkennen, dass die Arbeit mit Fleiss und Liebe 
durchgeführt, auch der Stil ziemlich correct und der Gedankengang logisch ist.“ 
Auf den Antrag des Referenten und der Fachschule wurde der Arbeit eine öffentliche 
Belobung zuerkannt; ihr Verfasser ist: Johannes Däuble von Sindelfingen, Oberamts Böblingen, 
Lehramtskandidat, von Herbst 1883/85 ordentlicher Studierender der mathematisch-naturwissenschaft- 
lichen Fachschule. 
VI. Die allgemein bildende Fachschule, 
welche „eine Beurteilung Victor Hugo's als Dichter, in französischer oder deutscher Sprache ge- 
schrieben, verlangt hatte, erhielt unter dem Motto: „Ich wag’s“ eine Lösung, über die folgendes 
Urteil abgegeben wurde: 
„Ernstes und redliches Streben ist in der Arbeit nicht zu verkennen; teilweise gelingt ihr auch eine an- 
schauliche Schilderung, doch zeigt sie zu wenig Selbständigkeit. Der Dichter ist nicht scharf genug charakterisiert, 
seine Kraft und seine Schwäche nicht tief und bestimmt genug aufgefasst. Daher kann der Arbeit zwar weder 
ein Preis noch eine Belobung zuerkannt werden, die Fachschule will aber den Verfasser durch öffentliche Anerkennung 
der relativen Verdienste seiner Leistung zu weiterem Streben ermutigen.“ 
Prüfungen. 
1) An den fakultativen Semestral- beziehungsweise J ahresprüfungen haben 73 Studierende 
teilgenommen. 
2) An der am 19./27. Juli 1886 abgehaltenen mathematisch-naturwissenschaftlichen 
Vorprüfung für Kandidaten des Bau- und Maschinen-Ingenieurfachs haben von zugelassenen 
7 Kandidaten 6, nämlich 2 Bau- und 4 Maschineningenieure, sich beteiligt; von denselben haben 
die Prüfung mit Erfolg bestanden: 
die zwei Kandidaten des Bauingenieurfachs 
Schiele, Albert, von. Ulm, 
Vetter, Theobald, von Hayingen, O./A. Münsingen, 
 
	        

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