Volltext : Jahres-Bericht der Königlichen Technischen Hochschule zu Stuttgart für das Studienjahr 1892/93 (1892)

 

 

 

 

 

 

 

schlagen ist, zur Unterstützung bedürftiger und würdiger ordentlicher Studierender bestimmt. Vermöge
 Höchster Entschliessung vom 16. Juli 1893 haben Seine Königliche Majestät dieser Stipendienstiftung
 unter den in dem Statutenentwurf enthaltenen Bestimmungen Höchst Ihre Genehmigung
mit der Wirkung der Verleihung der juristischen Persönlichkeit allergnädigst erteilt und die Organe
der Technischen Hochschule zur Übernahme der Stiftung in ihre Verwaltung und Aufsicht unter

der Oberaufsicht des Ministeriums des Kirchen- und Schulwesens ermächtigt.

Von den früheren Studierenden und Assistenten der Technischen Hochschule Josef Anton
Tod, ledigen Chemiker und Kaufmann in Neuhausen, O.A. Esslingen, ist der Technischen Hochschule
 ein Legat von Fünfhundert Mark mit der Bestimmung zugewendet worden, die Zinsen
einem Studierenden der Chemie, der fleissig , gesittet und bedürftig ist, zu verabfolgen. Auf den
Antrag des Lehrerkonvents hat das K. Ministerium des Kirchen- und Schulwesens unterm 16. Juni
1899 die Direktion zur Annahme dieses Legats ermächtigt und zugleich die für die Verwaltung
und Verwendung der bezüglichen Summe vorgeschlagenen Bestimmungen genehmigt.

An dem Neubau für das Elektrotechnische Institut und ein zweites Chemisches
Laboratorium wird rüstig gearbeitet; derselbe wird bis zum Herbst dieses Jahrs im Aussern vollendet
 sein und voraussichtlich bis zum Herbst 1894 der Benützung übergeben werden können.
In entgegenkommender Weise haben die Herren Hotelbesitzer Marquardt hier dem Elektrotechnischen
 Institut den Anschluss an das Elektrizitätswerk ihres Hotels für die Zeit bis
zu der Erstellung des Neubaues gestattet. Zum Zweck der Verbindung war eine Freileitung zu erstellen.
Der Lehrplan der Architekturabteilung hat einige Änderungen erfahren: dem Nachfolger
 des Baudirektors Dr. v. Leins wurde der gesamte Unterricht im Entwerfen (unter Verminderung
 der Stunden des ersten Kurses von 6 auf 4) zugewiesen und die Hoehbaukunde mit einer
den Bedürfnissen entsprechenden Erweiterung in zwei Kurse geteilt. Der Unterrieht in der angewandten
 Perspektive wurde für den Sommer von 4 auf 2 Stunden ermüssigt und endlich der
Unterricht in der Technischen Mechanik für das Sommersemester im Hinbliek auf die Anforderungen
 bei der mathematisch-naturwissenschaftlichen Vorprüfung in folgender Weise eingeteilt und
in den Studienplan aufgenommen: Statik 2 Std. Übungen; Dynamik und Hydraulik 2 Std. Vortrag
und 1 Std. Übungen. Neu tritt in dem Studienplan die Maschinenkunde auf.
Mit dem besonderen Unterricht in den Schattenkonstruktionen für Maschineningenieure
wurde von 1898 an auch die Perspektive verbunden ; letzteres Fach entfällt daher als besonderer
Lehrgegenstand aus dem Studienplan der Abteilung für Maschineningenieurwesen, ebenso wie die Geognosie,
 in der die Maschineningenieure nicht mehr geprüft werden.
Nach Veröffentlichung neuer Vorschriften für die Staatsprüfungen im Baufache hat die
Maschineningenieurabteilung ihr Diplomprüfungsstatut einer Revision unterzogen und kommen
die neuen Bestimmungen bezüglich der Vorprüfung von Herbst 1893, b
von Frühjahr 1895 an zur Anwendung.
Für das seit einer Reihe von Jahren durch Privatdozenten versehen gewesene Fach Elemente
 der Differential. und Integralrechnung wurde für die Wintersemester 1892/99 und
1899/04 Lehrauftrag erteilt.
Durch die vorübergehende Verlegung des Unterrichts in der mechanischen Technologie
zu Ostern 1899 in das an die Hochschule angrenzende Marquardt'sche Besitztum, Keplerstrasse 9,

wurde die dringend nötige Erweiterung der Räume für den elektrotechnischen Unterricht
ermöglicht.

ezüglich der Hauptprüfung

 
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.