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An Zeichnungen sind zu fertigen:
1) Situation 1 : 500,
2) die 4 Stockwerksgrundrisse 1 : 100,
3) die 4 Fassaden 1:100,
4) davon eine 1: 3831/5,
5) zwei Schnitte 1: 100,
6) Schnitt dureh Atelier und Diele 1:33!/5, farbig,
7) Perspektive.
Durch Anlage eines kleinen Wasserarmes soll die Móglichkeit geschaffen werden, am Haus das Boot zu
besteigen.
Für diese Aufgabe giengen 10 Bearbeitungen ein, welche wie folgt beurteilt wurden:
1. Entwurf mit dem Kennwort: Villa Anne,
Die Situation ist im allgemeinen gut. Das Atelier ist zu sehr als glatter Anbau behandelt und nicht organisch
an. das Wohngebäude angegliedert. Als Fehler zu bezeichnen ist die einem Korridor sehr ähnliche Diele, welche
ungünstig beleuchtet ist. Durch diese Dielenanordnung ist die Küche mit Nebenräumen von dem Speisezimmer und
den Wohnräumen vollkommen getrennt. Die Anlage der Schlafzimmer sowohl als auch der Wohnräume nach Norden
dürfte nicht als günstig zu bezeichnen sein. Keller und Dachboden ist nach der Zeichnung wohl ausführbar. Die
Architektur ist in ganz interessanter Weise durchgebildet, mit klarer, grosser Dachausmittelung und schöner Verteilung
der Putzflächen, und einem in der Linie ganz originell wirkenden Turm; das Ateliergebäude ist in richtiger
Weise niedrig gehalten. Die Arbeit kann im ganzen als eine sehr fleissige bezeichnet werden, die Darstellung erfolgte
zum grossten Teil unter Verwendung von Farben, doch ist die Perspektive nicht einwandfrei, z. B. fehlen Leibungsansichten
der Bögen und die Staffage erscheint nicht den Fluchtpunkten angepasst.
2, Entwurf mit dem Kennzeichen zweier gekreuzter Ruder,
Die Situation ist gut. Im Grundriss erscheint das Atelier zu sehr als Anbau und zu wenig hineingezogen
in die übrigen Räume, Das Speise- und Wohnzimmer und ebenso die darüberliegenden Schlafzimmer sind nach Süden
gelegt, anstatt nach Osten und Westen. Die Beleuchtung der Diele ist unzulänglich, die Beleuchtung des Ateliers
falsch. Die Formen der Fassaden sind in sehr massvoller, geschickter Weise gedacht. Durch die Annahme eines
hohen Daches über dem grossen Atelierraum und Zusammenziehen mit den übrigen Dächern, deren Ausmittelung
sonst befriedigt, ist dem Atelier in der äusseren Erscheinung eine zu grosse Bedeutung beigelegt und der Gesamtanlage
eine zu grosse Schwerfälligkeit verliehen.
Die zeichnerische Leistung ist eine gute, besonders gilt dies für die grosse gemalte Fassade und die Darstellung
der kleinen Fassaden in Federmanier.
3. Entwurf mit dem Kennwort: Kunst und Sport.
Situation gut. Auch bei diesem Entwurf ist das Atelier zu wenig organisch in den Grundriss eingefügt;
es lehnt sich in eine Ecke des übrigen Grundrisses und hat keine weitere Verbindung mit den anderen Ráumen.
Der Grundriss im übrigen. ist klar und als geschickt zu bezeichnen, die Räume erhalten durchweg genügend
Luft und Licht. Die Architektur ist durchaus geschickt, leider aber die Dachausmittelung sehr kompliziert, die verschiedenen
Höhen der Dächer geben eine unruhig wirkende Silhouette. Die Ecke des Anschlusses des Ateliers dürfte
Schneefang bilden. Die Beleuchtung des Ateliers durch Oberlicht in der Dachfliche ist richtig. Zeichnerische
Darstellung gut.
4. Entwurf mit dem Kennwort: Laboremus.
Die Orientierung des Gebäudes ist richtig, Lage zum See günstig. Grundrissdisposition im allgemeinen
gut. Im Erdgeschoss ist die Trennung der Küche mit ihren Nebenrüumen vom Speisezimmer durch die
Diele als fehlerhaft zu bezeichnen. Der 1. Stock erscheint durch die etwas gezwungene Dachausbildung nicht günstig in
seinen Räumen, das Fremdenzimmer über dem Wohnzimmer dürfte kaum benützbar sein. Im Keller liegt der Heiz-