Full text: Deutsche Konkurrenzen (1894, Bd. 3, H. 25/36)

  
  
  
   
darauf gelegt, dass der Stadtverordneten-Sitzungssaal hinreichende 
Wandflächen zur malerischen Ausstattung erhält, sowie dass er hoch 
nd luftig eingerichtet wird. Für die Polizei-Wachtstube ist auf einen 
besonderen Eingang Rücksicht zu nehmen; dieselbe muss mit der 
Wohnung des Pförtners im Sockelgeschoss in Verbindung stehen. 
Die übrigen Räume der Polizei- Verwaltung sind in der Nähe der 
Wachtstube anzuordnen. Von letzterer aus ist ein unmittelbarer 
Zugang zum Hofe zu schaffen. Der Hof ist mit den Gefangenen- 
Zellen hinter dem Amtsgerichtsgebäude in Verbindung zu bringen. 
Die Kassenräume der Stadtkasse und der Sparkasse sind mög- 
lichst zusammenliegend anzuordnen, und zwar so, dass die feuersicher 
gewölbten Räume für die Kassen sich möglichst nahe bei der Wacht- 
stube befinden, 
Für die Wohnungen im zweiten Obergeschoss ist ein besonderer 
T’reppenaufgang vom Hofe aus vorzusehen. Eine Zufahrt zu dem 
Hofraum von der westlich des Bauplatzes belegenen Gasse aus ist 
dicht neben der südlichen Abschlussseite, also ausserhalb des Ge- 
bäudes, gedacht, Diese Zufahrt darf nur geringe Neigung haben. 
Ein besonderer Eingang zu der Ratskellerwirtschaft im Sockelgeschoss 
ist an geeigneter Stelle, jedoch möglichst nahe dem Marktplatz, an- 
zuordnen. In allen Geschossen sind Aborte, für welche das Gruben- 
system mafsgebend ist, vorzunehmen. Die Aborte für die Dienst- 
räume, das Publikum und die Wohnungen sind zu trennen, Treppen 
sind in hinreichender Zahl anzulegen und gänzlich feuersicher 
herzustellen. 
Raumeinteilung. 
Die nachstehend angegebenen Zählen für den benutzbaren 
Flächeninhalt der einzelnen Räume müssen im allgemeinen inne- 
gehalten werden, erleiden aber in einzelnen Fällen Abweichungen 
bis zu 10 Prozent. In den sämtlichen Bureau- Räumen sind Wand- 
schränke zur Aufnahme von Akten, Büchern, sowie zur Kleiderablage 
dienend, vorzusehen, soweit die Tragfähigkeit des Gebäudes dadurch 
nicht beeinträchtigt wird. 
I. Sockelgeschoss. 
I. 4 Wohnräume einschliesslich Küche für den Pförtner 54 qm. 
— 2, Die Ratskellerwirtschaft mit dem eigentlichen Ratskeller, einem 
besseren Gastzimmer, Küche, Speisezimmer, Bier- und Weinkeller, 
Gelass für Feuerungsmaterialien und drei Privatzimmer für den Wirt; 
Gesamtgrösse nach Verhältnis der übrigbleibenden nutzbaren Fläche. 
Die Küche ist so anzuordnen, dass kein Geruch in die‘ oberen 
Räumlichkeiten dringen kann. — 3. 2 Räume zur Unterbringung 
der Geräte der Freiwilligen Turner- Feuerwehr und des Freiwilligen 
Brandkorps unmittelbar an und in gleicher Höhe mit der westlich 
des Bauplatzes belegenen Gasse liegend, zusammen 120 qm. — 
4. Die für die Centralanlage nebst Brennmaterialien, sowie die für 
die Wohnungen erforderlichen Kellerräume. Die Heizanlage ist in 
der Nähe der Pförtnerwohnung anzuordnen. Der Wein- und Bier- 
keller darf durch dieselbe nicht beeinflusst werden. Die Bier-, Wein- 
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