Volltext : Deutsche Konkurrenzen (1894, Bd. 3, H. 25/36)

 

 

in

b) im katholischen Teile:
Vorhalle, Schiff, Altarplatz (wie bei a), Orgelempore mit Treppe
für eine kleine Orgel und etwa 20 Plätze), eine Sakristei von etwa
20 qm Grundfläche (mit Zugang wie bei a), eine kleine Taufkapelle.

c) für beide Kirchen:
je eine Loge mit 2 Abteilungen für die Generalität, mit besonderem

Zugang,
je einige Geräteräume, Holz- und Kohlengelasse,
je ein feuer- und diebessicheres Gelass für Kirchenbücher, Altargeräte
 u. s. f£.,
schliesslich je einige Klosetts.
Die Eingänge sind möglichst zugfrei anzuordnen,
Die Kanzeln sollen so angeordnet werden, dass sie möglichst
von allen Plätzen aus sichtbar und die Geistlichen gut hörbar sind.
Bei der Trennung der Kirchenräume der beiden Konfessionen
ist Rücksicht darauf zu nehmen, dass bei gleichzeitiger Abhaltung
des Gottesdienstes keine gegenseitigen Störungen eintreten.
In der katholischen Kirche können die Emporen, aufser der vorgeschriebenen
 Orgelempore, wegbleiben.

. Beleuchtung und Beheizung. Es sind Kellerräume zur

etwaigen späteren Einbauung einer Centralheizung vorzusehen und
daher auf die Anordnung eines angemessenen Schornsteins sowie
einer Heizerstube pp. Bedacht zu nehmen, Die Kapellen und
Sakristeien sollen Ofenheizung erhalten.
Die Kirche soll Gasbeleuchtung erhalten.

. Turm. Im Turm ist eine Kammer für eine Uhr mit Schlagwerk

 und Zifferblättern nach 4 Seiten hin, sowie eine Glockenstube
 zur Aufstellung eines dem Umfange und der Bedeutung des
Baues entsprechenden Geläutes in Aussicht zu nehmen.

’. Nebenanlagen. Ein geräumiger Vorplatz vor dem Haupteingange

 sowie die Möglichkeit einer gesicherten Anfuhr von Wagen
an die Kirche von der Carola-Allee her ist zu berücksichtigen.

. Sonstige Bestimmungen. Die Baukosten sollen den Betrag

von 800000 Mark, ausschliefslich der Kosten für die Orgeln,
Kanzeln, Taufsteine, Altäre, Glocken und Ausstattung an Gestühl
und sonstigem Mobiliar, sowie die Turmuhr und die Gasbeleuchtungseinrichtung,
 nicht überschreiten.
Die Wahl des Baustiles bleibt den Bewerbern freigestellt, doch
soll sich die Kirche den Militär-Gebäuden der Albertstadt in entsprechender
 Weise einfügen. Der Bau soll in einfacher, aber
würdiger und durchweg monumentaler Ausbildung, aufsen mit Sandstein
 verblendet, hergestellt werden.
Die Treppen sind massiv, die Kirchenräume und die Kellerräume
 überwölbt anzunehmen.
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