Full text: Deutsche Konkurrenzen (1894/95, Bd. 4, H. 37/48)

  
Ausstattung geschaffen werden, welcher, wenn thunlich, zwischen Saalbau und Vorder- 
haus so liegen soll, dass er auch in unmittelbarer Verbindung mit der in letzterem 
betriebenen Tageswirtschaft benützt werden kann, — Mindestens 2 Gesellschaftszimmer, 
— Bierstube als weiterer Nebenraum für die Säle. — Eine Vorhalle mit entsprechender 
Kleiderablage; Hauptzugang mit gedeckter Anfahrt am Altheimereck, mit besonderen 
Zugängen für Fussgänger (die Anordnung eines Personenaufzugs bleibt dem Ermessen 
der Herren Verfasser überlassen). — Ein zweiter, voraussichtlich von Fussgängern 
weit mehr benützter Eingang an der verkehrsreichen Neuhauserstrasse; dieser und 
die Galerie haben ebenfalls entsprechende Kleiderablagen zu erhalten, Es wird be- 
sonderer Wert darauf gelegt, dass letztere, wie auch die Zugänge und Vorräume in 
jeder Hinsicht den weitestgehenden Anforderungen genügen. Ausserdem sind Not- 
treppen in entsprechender Anzahl, sowie ein Notausgang im Anschluss an den auf 
der Ostseite des Vorderhauses bestehenden Zugang vorzusehen, 
Räume allgemeiner Bestimmung: 
An Räumen für die Bewirtschaftung des Saalgebäudes ist folgendes nötig: 
2 Küchen in vorteilhafter Verbindung mit den Buffets zu rund 150 qm und 
100 qm (Rauch- und Dunstabzug). — 2 Speisekammern für Vorräte zu 50 qm. — 
Abspülküche zu 50 qm. — Geschirraum zu 50 qm. — Konditorei zu 50 qm. — 
Kalte Küche zu 50 qm (bei der warmen Küche). — Kaffeeküche zu 50 qm. — 
Räucherkammer mit eigenem Abzugskamin zu 20 qm. — Luftiger Fleisch -Vorrats- 
Raum zu 50 qm mit Eisraum zu 100 qm, bequemer Zugang. — Fleischzubereitungs- 
raum und Fleischhackmaschine (mit Maschinen -Betrieb) zu 50 qm. — Wursterei zu 
50 qm. — Fleischabkühlungslager für zubereitetes Fleisch, unter Eis, für die Küchen 
zu 40 qm. — Surfleischlager (Pökelfleisch) zu 25 qm. — Gemüsekeller zu 25 qm. — 
Kartoffelkeller zu 40 qm. — Kartoffelabschälraum bei den Küchen zu 25 qm. — 
Sauerkrautkeller mit Abzugskamin zu 40 qm. — Für die Behälter für lebende Fische 
zu 40 qm. — Weinkeller, bequemer Zugang zum Abladen zu 100 qm. — Flaschen- 
keller und Spülraum (Weinabzugsraum) zu 50 qm, — 2 Bierkeller mit bequemer 
Abladestelle und Verbindung mit den Schänken zu 25 qm. — I Raum für eine 
Kühlmaschine oder Eisraum zu 100 qm, — Obstkeller zu 25 qm. — Raum für 
Abfälle der Küchen, Raum für Abfälle von Gemüse, Fleisch (Knochen). Allenfalls 
nötige Aufzüge für Bier und Wein, Speisen, Materialien, Inventar und gedeckte 
Tische (in den Saal nach dem Konzert). — Für die Apparate zur Beheizung und 
Beleuchtung des Hauses ein central gelegener Raum mit günstiger Kohlenablagerungs- 
stelle, der folgendes aufzunehmen hat: Raum für nötige Dampfkessel, ı Maschinen- 
raum (Dynamomaschine, Eismaschine, Ventilations- Apparate). — Kohlenraum mit 
vorteilhafter Abladestelle zu 25 qm. — 1 Maschinistenzimmer zu 20 qm. — I Schlosser- 
werkstatt (hell) zu 40 qm. — Für ausreichende Licht- und Luftzufuhr durch Anlage 
von an Zahl und Grösse genügenden bis zur Kellersohle geführten Lichthöfen, sowie 
bequeme Zugänge zur Materialbeschaffung und zu den Abladestellen ist überall Sorge 
zu tragen. 
Ausserdem wird für wirtschaftliche Zwecke benötigt: 
I Kontor für den Restaurateur, wenn möglich auch ’eine Wohnung für den- 
selben. — 11 Portierwohnung. — Schlafräume für zo männliche und 40 weibliche 
Dienstboten. — ı Wohnzimmer für die Maschinisten. — Waschküche und Trocken- 
kammer. — Magazin für Dekorationen und Koulissen. — Weisszeugkammer zu 50 qm. 
Unwesentliche Abweichungen in Bezug auf die Zahl und Grösse der Nebenräume 
sollen ’nicht ausgeschlossen sein, 
HN, 
Allgemeine Bestimmungen. 
Es werden verlangt: die Grundrisse der einzelnen Geschosse im Mafsstabe 1: 200 
und so viel Schnitte und Ansichten im Mafsstabe 1: 100, als zur Klarstellung des 
Entwurfes erforderlich sind. Letzterer muss den vom Magistrate München am 
29. April 1890 erlassenen Bestimmungen für Schankwirtschaftslokale entsprechen. 
  
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